"Auf Kosten der Kinder" - taz-Artikel zur Situation der Deutschen Minderheit in Polen

31.12.2022

Screenshot des Artikels auf der Homepage der taz

Ein interessanter und gut aufbereiteter Artikel in der taz zur Situation der Deutschen Minderheit in Polen in Bezug auf die Reduzierung der Fördermittel von polnischer Seite für den Unterricht im Fach "Deutsch als Minderheitensprache":

https://taz.de/Deutschunterricht-in-Polen/!5904588/

Gabriele Lesser, Auslandskorrespondentin der Tageszeitung "taz" in Polen, widmet sich in ihrem Artikel "Deutschunterricht in Polen - Auf Kosten der Kinder" sehr ausgiebig und mit allen notwendigen und bedeutenden Hintergründen der derzeitigen Situation um die Deutsche Minderheit in Polen. Neben den  Begriffen und den unterschiedlichen Perspektiven in Bezug auf die Deutsche Minderheit in Polen und die sogenannte Polonia in Deutschland zeigt Gabriele Lesser auf, wie sich die jetzige Situation an den Schulen in den Regionen Polens darstellt, die früher einmal zu Deutschland gehörten und wo nun die Deutsche Minderheit zu Hause ist. Die Situation hat sich stark verändert und Schulen kämpfen darum, den laufenden Unterricht finanziell zu stemmen. Aufgrund politischer Entscheidungen scheint die Deutsche Minderheit ein Spielball zwischen Deutschland und Polen im nun schon laufenden Wahlkampf für die im Herbst anstehenden Parlamentswahlen in Polen geworden zu sein.

Nachdem die Mehrheit im Sejm, dem polnischen Abgeordnetenhaus, die finanziellen Zuschüsse für den Deutschunterricht kürzte, ging dies mit der Reduzierung der bisherigen drei Unterrichtsstunden im Fach "Deutsch als Minderheitensprache" auf nur eine einzige Stunde pro Woche einher. Die drastische Verringerung der Subventionierung des Deutschunterrichts hat nicht nur für die Lehre an sich negative Konsequenzen, sondern zieht den gerade in dörflichen Umgebungen und kleinen Gemeinden gelegenen Schulen die Existenzgrundlage unter den Füßen weg. Die öffentlichen Zuschüsse reißen Löcher ins Budget, was auch die grundlegenden Kosten der Schulen und ihre Instandhaltung an sich sowie Schulmaterialien oder die Energiekosten betrifft. Die Kommunalverwaltungen sind sehr oft nicht in der Lage, die nun fehlenden Mittel aufzubringen, sodass die Weiterexistenz vieler Schulen an einem dünnen Faden hängt.

Text: Dominik Duda

Bild: taz

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