Gedenktafel und Bronze-Büste in Erinnerung an Hans „Johnny“ Klein in Mährisch Schönberg/ Šumperk

02.12.2016

Die ehemalige Schule von Hans Klein

Im Rahmen der Preisverleihung des „Johnny“ Klein-Preises für die deutsch-tschechische Verständigung“ in der Stadt Mährisch Schönberg/ Šumperk wurde nach einem feierlichen Gedenkgottesdienst an der Schule, die Hans Klein besuchte, eine Gedenktafel enthüllt. In dem 1895 errichteten ehemaligen deutschen Gymnasium befindet sich seit 1945 die Handelsakademie, die Wirtschaftsfakultät der Technischen Universität Ostrava.

Bürgermeister Zdeněk Brož vor dem Schulgebäude bei seiner Ansprache
Bürgermeister Zdeněk Brož vor dem Schulgebäude bei seiner Ansprache
Gruppenbild
Die Witwe von Hans Klein, Ira Klein, mit den beiden Kindern Nadira Hurnaus und Alexander Klein gemeinsam mit Bürgermeister Zdeněk Brož und stv. Schuldirektor Ing. Radek Medlik
Die Witwe von Hans Klein, Ira Klein, mit den beiden Kindern Nadira Hurnaus und Alexander Klein gemeinsam mit Bürgermeister Zdeněk Brož und stv. Schuldirektor Ing. Radek Medlik
Gruppe
Gemeinsam mit Msgr. Anton Otte  
Gemeinsam mit Msgr. Anton Otte  

Neben der Gedenktafel in Erinnerung an „Johnny“ Klein am Eingang des Schulgebäudes wurde in der Schule ebenfalls die Nachbildung einer Bronze-Büste des renommierten tschechischen Künstlers Josef Nálepa (1936-2012) enthüllt.

Schild
Buüste

Die Original Bronze-Büste wurde vom Unternehmer Ernst Freiberger gestiftet und befindet sich im Gebäude „Spree-Bogen Alt-Moabit“, in dem ehemals das Bundesinnenministerium seinen Sitz hatte. Der Unternehmer Ernst Freiberger unterstützte auch maßgeblich die Verleihung des „Johnny“ Klein-Preises für deutsch-tschechische Verständigung.

Schautafel in der Schule in Erinnerung an Hans Klein, auf der sich auch zwei seiner Zeugnisse finden lassen.
Schautafel in der Schule in Erinnerung an Hans Klein, auf der sich auch zwei seiner Zeugnisse finden lassen.
Scholz

An dem Schulgebäude ist bereits eine Gedenktafel in Erinnerung an den 1912 in Mährisch Schönberg/ Šumperk geboren Priester und Dichter Roman Karl Scholz angebracht, der ebenfalls das Gymnasium besuchte und der 1944 in Wien hingerichtet wurde. Bereits 1938 gründete Scholz gemeinsam mit Viktor Reimann die erste Widerstandsgruppe gegen das nationalsozialistische Regime in Österreich. 1939 wurde sie unbenannt in Österreichische Freiheitsbewegung. Am 22. Juli 1944 wurde Scholz verhaftet und am 10. Mai 1944 wegen Hochverrats hingerichtet. Seine letzten Worte waren: Für Christus und Österreich. Ein Gnadengesuch von Kardinal Theodor Innitzer an Hitler blieb erfolglos.

Gedenktafel
Gedenktafel

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