Koschyk besucht Pestalozzi-Schule in Buenos Aires

19.11.2014

Bundesbeauftragter Hartmut Koschyk diskutiert mit Schülern der Pestalozzi-Schule Buenos Aires. Mit dabei waren die Vorsitzende des Schulvereins, Maria Fernanda Oliden (3. von links), Schulleiter Michael Röhrig (4. von links), der Kulturattaché der Deutschen Botschaft Buenos Aires, Michael Kratz (5. von rechts) und Ezequiel Yañez, der in der Schulverwaltung für interkulturelles Management zuständig ist (1. von rechts) 
Bundesbeauftragter Hartmut Koschyk diskutiert mit Schülern der Pestalozzi-Schule Buenos Aires. Mit dabei waren die Vorsitzende des Schulvereins, Maria Fernanda Oliden (3. von links), Schulleiter Michael Röhrig (4. von links), der Kulturattaché der Deutschen Botschaft Buenos Aires, Michael Kratz (5. von rechts) und Ezequiel Yañez, der in der Schulverwaltung für interkulturelles Management zuständig ist (1. von rechts)

Im Rahmen seines Besuches in Argentinien hat der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk MdB, die renommierte Pestalozzi-Schule in Buenos Aires besucht. Diese Bildungseinrichtung wurde 1934 auf Initiative des schweizerisch-argentinischen Herausgebers des Argentinischen Tagblatts, Ernesto F. Aleman gegründet. Zu dieser Zeit waren die deutschen Auslandsschulen in Argentinien “gleichgeschaltet”, d.h. stark vom nationalsozialistischen Deutschland beeinflusst.

Die Gründungsideale der Schule waren damals wie heute eine Erziehung zur Achtung und zum Einsatz für Freiheit, Toleranz, Friedensliebe und Völkerverständigung. Seit ihrer Gründung versteht sich die Schule als Stätte der Begegnung zwischen der Kultur und Sprache Argentiniens und Deutschlands. Heute besuchen 1200 Kinder und Jugendliche den Kindergarten (300 Kinder), die sechsjährige Primarstufe (500 Kinder) und die ebenfalls sechsjährige Sekundarstufe (400 Jugendliche). Bereits im Kindergarten findet frühkindliche Erziehung in deutscher Sprache statt. In der Primarstufe gibt es an vier Nachmittagen in der Woche Deutschunterricht. In der Sekundarstufe werden 30 Prozent der Fächer auf Deutsch unterrichtet. Das Deutsche Sprachdiplom der Kultusministerkonferenz A2/B1 und B2/C1 wird von allen Schülern abgelegt. Hinzu kommen entsprechende Englisch-Zertifikate. Seit 2003 kann an der Pestalozzi-Schule auch das “International Baccalaureate” in seiner deutsch-spanischen Version abgelegt werden, das von der Kultusministerkonferenz als Zugangsberechtigung zu allen Universitäten in Deutschland und vielen anderen Universitäten weltweit anerkannt ist.

Die Pestalozzi-Schule darf den Titel “Exzellente Deutsche Auslandsschule” führen und wurde 2014 als erste Schule in Lateinamerika und die vierte weltweit als “MINT-freundliche Schule” anerkannt, womit das nachhaltige Engagemt der Schule für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik gewürdigt wurde. Integraler Bestandteil des Schulprofils ist ein dreimonatiger Deutschlandaufenthalt im Übergang von der 4. zur 5. Klasse der Sekundarstufe (10. zur 11. Jahrgangsstufe sowie die ebenso lange Aufnahme eines deutschen Gastschülers. Zum besonderen Profil der Schule gehört auch die frühzeitige Anleitung der Schüler zu nachhaltigem sozialen Engagement. Die Pestalozzi-Schule ist eine von vier deutschen Auslandsschulen in Argentinien. Hinzu kommen noch weitere 16 Schulen im Land, an denen das Deutsche Sprachdiplom erworben werden können und weitere 11 Schulen, die als sogenannte ”FIT-Schulen” ebenfalls über ein Lehrangebot in Deutsch verfügen.

Koschyk zeigte sich vom Schulprofil, aber auch vom außerordentlichen Engagement, der Eltern, Lehrer und Schüler der Pestalozzi-Schule in Buenos Aires sehr beeindruckt. Bei einer sehr lebendigen Diskussionsrunde mit Schülern der 11. und 12. Jahrgangsstufe könnte sich der Bundesbeauftragte von deren hervorragenden Deutschkenntnissen, einem sehr vertieften Deutschlandbild sowie einem hohen Interesse an aktuellen politischen und gesellschaftlichen Fragestellungen einen nachhaltigen Eindruck verschaffen.

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