Preisverleihung des Internationalen Joseph von Eichendorff Liederwettbewerbs

07.11.2017

Gruppenbild

Der Bevollmächtigte des Vorstandes der Deutschen Gesellschaft, Dr. Andreas H. Apelt, die Sängerin und Kulturbotschafterin der Jugend der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland, Helena Goldt, Dimitri Babko aus der Ukraine (1. Preis), Seian Scorobete aus Rumänien (3. Preis) gemeinsam mit den rumänischen Sängerinnen Astrit Gavriliu und Renate Wolfer, die Leiterin des Referats „Deutsch als Fremdsprache“ im Auswärtigen Amt, Gabriela Bennemann und Stiftungsratsvorsitzender Hartmut Koschyk

In der Repräsentanz der Deutschen Gesellschaft in Berlin fand die feierliche Preisverleihung des Joseph-von-Eichendorff-Liederwettbewerbs der Deutschen Gesellschaft e. V., des Vereins für Deutsche Kulturbeziehungen im Ausland e. V. und der Stiftung „Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland“ statt. Schirmherr ist der stellv. Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft, Stiftungsratsvorsitzende der „Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland“, langjährige Bundesvorsitzende des Vereins für Deutsche Kulturbeziehungen im Ausland (VDA) und ehemalige Bundesbeauftragter für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Parlamentarischer Staatssekretär a.D. Hartmut Koschyk, der die Laudatio für die Preisträger hielt.

Nach dem erfolgreich durchgeführten Internationalen Joseph-von-Eichendorff-Erzählwettbewerb im Jahr 2014 wollte der Internationale Joseph-von-Eichendorff-Liederwettbewerb 2017 erneut zur Auseinandersetzung mit der deutschen Sprache und der deutschen Kultur anregen. Weltweit wurden junge Menschen dazu aufgerufen, unter der Gedichtzeile „Schläft ein Lied in allen Dingen“ des bekannten deutschen Dichters der Romantik, Joseph von Eichendorff, ein Lied zu verfassen und darin Gedanken zu Deutschland, zur deutschen Sprache und zur deutschen Kultur zum Ausdruck zu bringen.

Schläft ein Lied in allen Dingen

Der Joseph-von-Eichendorff-Liederwettbewerb wurde neben der Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland, der Deutschen Gesellschaft e. V. und dem Verein für Deutsche Kulturbeziehungen im Ausland (VDA) vom Auswärtigen Amt, dem Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration, dem Haus des Deutschen Ostens, der Dr. Kurt Linster Stiftung sowie der Spedition Wormser in Herzogenaurach gefördert. Zu den zahlreichen Teilnehmern an der Preisverleihung gehörten neben Hartmut Koschyk und dem Bevollmächtigten des Vorstandes der Deutschen Gesellschaft, Dr. Andreas H. Apelt, auch die Leiterin des Referats „Deutsch als Fremdsprache“ im Auswärtigen Amt, Gabriela Bennemann und der Bundesvorsitzende der Jugendorganisation der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland, Walter Gauks. Auch die Sängerin und Kulturbotschafterin der Jugend der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland, Helena Goldt, war zugegen, die neben Stiftungsratsvorsitzenden Koschyk, Vorstandsbevollmächtigten Dr. Apelt sowie dem Vorsitzenden des Stiftungsvorstands der Stiftung Verbundenheit und Oberbürgermeister der Stadt Goslar Dr. Oliver Junk, die Geschäftsführerin des Vereins für Deutsche Kulturbeziehungen im Ausland, Petra Meßbacher und dem Direktor des Hauses des Deutschen Ostens, Prof. Dr. Andreas Otto Weber, der Preisjury angehörte.

Dr. Apelt

Der Vorstandsbevollmächtigte der Deutschen Gesellschaft, Dr. Andreas Apelt, dankte in seinem Grußwort allen Unterstützern des Joseph-von-Eichendorff-Liederwettbewerbs. Die rege Beteiligung an diesem Wettbewerb habe gezeigt, „dass wir mit der Idee, die maßgeblich auf Herrn Koschyk zurückgeht – danke noch einmal dafür an dieser Stelle! – richtig lagen. Und das Ergebnis spricht für sich. Besonders freut uns, dass aus vielen verschiedenen Ländern Beiträge eingereicht wurden. Nennen möchte ich heute Paraguay, Norwegen, die Ukraine, Rumänien, Ungarn, Kasachstan und Georgien. Diese Bandbreite zeigt die Bedeutung der deutschen Sprache und ist und Ansporn und Motivation, unsere Arbeit auf diesem Gebiet fortzusetzen“, so Dr. Appelt.

Einen großen Anteil an der Verbreitung der deutschen Sprache hätten die Deutschen Schulen, die Goethe-Institute und der DAAD im Ausland. Doch gerade im Kulturbereich dominiere weiterhin das Englische, sowohl im Inland als auch im Ausland. Die Sprache als Träger kultureller Identität sei somit ein wichtiges Instrument zur grenzüberschreitenden Kommunikation und sollte auf dieser Ebene besonders in der heutigen Zeit der Globalisierung stärker gefördert werden. Der Internationale Joseph-von-Eichendorff-Liederwettbewerb sollte zur Auseinandersetzung mit der deutschen Sprache und der deutschen Kultur anregen. Die Werke Joseph von Eichendorffs sollten als Inspiration, aber auch als Reibungsfläche dienen, so Dr Apelt.

Koschyk

In seiner Laudation verwies Koschyk darauf, dass sich außerhalb des deutschsprachigen Raumes rund 13 Millionen Menschen in Ost-, Mittel- und Südeuropa, den GUS-Staaten, auf dem nordamerikanischen Kontinent, in Mittel- und Südamerika sowie in Australien zur deutschen Sprache bekennen. Die deutsche Sprache sei eine der bedeutendsten Kultur-, Wissenschafts- und Verkehrssprachen weltweit und werde weltweit gelehrt. Einen großen Anteil an der Verbreitung der deutschen Sprache haben die deutschen Schulen und Goethe-Institute im Ausland. Dennoch muss sich Deutsch gerade als Kultursprache sowohl im Inland als auch im Ausland immer stärker gegenüber der englischen Sprache behaupten. Die Sprache als Träger kultureller Identität unterliegt damit dem steten Einfluss globaler Entwicklungen, die gerade vor Sprachen keinen Halt machen, so Koschyk.

Der Internationale Joseph-von-Eichendorff-Erzählwettbewerb wollte unter der Gedichtzeile „Schläft ein Lied in allen Dingen“ des bekannten deutschen Dichters der Romantik junge Menschen zur Auseinandersetzung mit der deutschen Sprache und der deutschen Kultur anregen.

Zuschauer

Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff, der am 10. März 1788 auf Schloss Lubowitz bei Ratibor in Oberschlesien geboren und am 26. November 1857 in Neisse in Oberschlesien gestorben ist, war zweifellos einer der bedeutendsten Lyriker und Schriftsteller der deutschen Romantik. Er zählt mit etwa 5000 Vertonungen zu den meistvertonten deutschsprachigen Lyrikern und ist auch als Prosadichter bis heute gegenwärtig. Seine Novelle „Aus dem Leben eines Taugenichts“ gilt als Höhepunkt und zugleich Ausklang der Romantik.

Neben seinem herausragenden künstlerischen Wirken waren die oberschlesischen Wurzeln von Joseph von Eichendorff der Ausgangspunkt für die Überlegungen der Deutschen Gesellschaft, der „Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland“ und des Vereins für Deutsche Kulturbeziehungen im Ausland, den Joseph-von-Eichendorff-Liederwettbewerb „Schläft ein Lied in allen Dingen“ auszuschreiben. Die Lieder sollten Berührungspunkte zu Deutschland oder zur deutschen Kultur behandeln, so Koschyk. Teilnehmen konnten außerhalb des deutschsprachigen Raums lebende junge Menschen bis 30 Jahre, die nicht die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen.

3. Preisträger

Seian Scorobete gemeinsam mit Astrit Gavriliu und Renate Wolfer

Den mit 500 Euro dotierten dritten Platz gewann Herr Seian Scorobete aus Rumänien mit seiner einfühlsamen Ballade „Eine Meerfahrt“ , die von den rumänischen Künstlerinnen Astrid Gavriliu und Renate Wolfer gesungen wurde.

3. Platz

In seiner Ballade kommt sehr einfühlsam das Gefühl der Heimat durch die Gedanken eines am Hafen sitzenden Mannes zum Ausdruck, was die Preisjury sehr bewegt hat.

2. Preisträger

Den zweiten Platz des Liederwettbewerbs, der mit 1.000 Euro dotiert ist, hat Herr Silas Braun aus Paraguay mit seinem Lied „In Deutschland auf Besuch“ belegt. Herr Braun konnte leider nicht persönlich an der Preisverleihung teilnehmen, kam aber durch eine Videogrußbotschaft zu Wort. In dem von Ihnen komponierten und gesungenen Lied beschreibt Herr Braun zahlreiche neue Eindrücke von Deutschland, die er bei seinem Besuch in Deutschland sammeln konnte.

1. Preisträger

Dimitrii Babko gewann den 1. Preis

Den mit 1.500 Euro dotierten ersten Platz gewann Herr Dmitrii Babko aus der Ukraine mit seiner Ballade „Schläft ein Lied in allen Dingen", in der er sich in eindrucksvoller Weise mit den Besonderheiten der deutschen Sprache und auseinandergesetzt hat.

1. Preisträger Dimitrii Babko

Kontakt

Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland
Eduard-Bayerlein-Straße 5
95445 Bayreuth

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