Preisverleihung des Joseph-von-Eichendorff-Erzählwettbewerbs

12.12.2014

VDA-Bundesgeschäftsführerin Petra Meßbacher, Anna German aus Kasli in Russland (1. Preis), Frau Cyntia Enikö Hobor aus Sathmar / Satu Mare in Rumänien (3. Preis), Bundesbeauftragter Hartmut Koschyk MdB und die Projektleiterin der Deutschen Gesellschaftdes Joseph-von-Eichendorff-Erzählwettbewerbs, Judith Metz 
VDA-Bundesgeschäftsführerin Petra Meßbacher, Anna German aus Kasli in Russland (1. Preis), Frau Cyntia Enikö Hobor aus Sathmar / Satu Mare in Rumänien (3. Preis), Bundesbeauftragter Hartmut Koschyk MdB und die Projektleiterin der Deutschen Gesellschaftdes Joseph-von-Eichendorff-Erzählwettbewerbs, Judith Metz

In der Landesvertretung des Freistaates Sachsen in Berlin fand heute die Preisverleihung des Joseph-von-Eichendorff-Erzählwettbewerbs der Deutschen Gesellschaft e. V., des Vereins für Deutsche Kulturbeziehungen im Ausland e. V. und der Stiftung „Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland“ statt. Schirmherr ist der stellv. Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft, Stiftungsratsvorsitzende der „Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland“ und langjährige Bundesvorsitzende des Vereins für Deutsche Kulturbeziehungen im Ausland (VDA), Bundesbeauftragter Hartmut Koschyk MdB, der die Laudatio für die Preisträger hielt.

Die Dienststellenleiterin der Sächsischen Landesvertretung, Frau Katrin Tröger, überbrachte die Grüße des Bevollmächtigten des Freistaates Sachsen beim Bund, Herrn Staatssekretär Erhard Weimann. Gerne habe man der Bitte des Vorsitzenden des Vereins für Deutsche Kulturbeziehungen im Ausland (VDA) und Bundestagsabgeordneten des Wahlkreises Sächsische Schweiz – Osterzgebirge, Klaus Brähmig, entsprochen, die Preisverleihung in der Sächsischen Landesvertretung abzuhalten, wodurch auch die guten Beziehungen zum VDA zum Ausdruck gebracht werden.

Die Projektleiterin der Deutschen Gesellschaft des Joseph-von-Eichendorff-Erzählwettbewerbs, Frau Judith Metz, dankte dem Auswärtigem Amt sowie dem Verein für Deutsche Kulturbeziehungen im Ausland und der Stiftung „Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland“ für deren Unterstützung und Kooperation für den Erzählwettbewerb, der weltweit ausgeschrieben wurde und der auf ein reges Interesse gestoßen ist. Die besten 10 Erzählungen werden in einer eigenen Wettbewerbs-Publikation abgedruckt werden.

Die Bundesgeschäftsführerin des Vereins für Deutsche Kulturbeziehungen im Ausland (VDA), Petra Meßbacher, verwies auf die große Nachfrage im Ausland, eine deutschsprachige Schule zu besuchen, wo stets auch die deutsche Kultur vermittelt werde. Dies verdeutliche den großen Stellenwert, den der deutschen Sprache weltweit beigemessen werde. Es freue Sie sehr, dass Carlos Gomez, Direktor einer deutschen Schule in Chile, der Preisjury für den des Joseph-von-Eichendorff-Erzählwettbewerb angehöhrte.

Bundesbeauftragter Koschyk verwies darauf, dass sich außerhalb des deutschsprachigen Raumes rund 13 Millionen Menschen in Ost-, Mittel- und Südeuropa, den GUS-Staaten, auf dem nordamerikanischen Kontinent, in Mittel- und Südamerika sowie in Australien zur deutschen Sprache bekennen. Die deutsche Sprache sei eine der bedeutendsten Kultur-, Wissenschafts- und Verkehrssprachen weltweit und werde weltweit gelehrt. Einen großen Anteil an der Verbreitung der deutschen Sprache haben die deutschen Schulen und Goethe-Institute im Ausland. Dennoch muss sich Deutsch gerade als Kultursprache sowohl im Inland als auch im Ausland immer stärker gegenüber der englischen Sprache behaupten. Die Sprache als Träger kultureller Identität unterliegt damit dem steten Einfluss globaler Entwicklungen, die gerade vor Sprachen keinen Halt machen, so Koschyk.

Der Internationale Joseph-von-Eichendorff-Erzählwettbewerb wollte zur Auseinandersetzung mit der deutschen Sprache und der deutschen Kultur anregen. Weltweit wurden junge Menschen dazu aufgerufen, sich unter der Gedichtzeile „Schläft ein Lied in allen Dingen“ des bekannten deutschen Dichters der Romantik, Joseph von Eichendorff, in einer deutschsprachigen Erzählung mit ihrem Umfeld auseinanderzusetzen.

Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff, der am 10. März 1788 auf Schloss Lubowitz bei Ratibor in Oberschlesien geboren und am 26. November 1857 in Neisse in Oberschlesien gestorben ist, war zweifellos einer der bedeutendsten Lyriker und Schriftsteller der deutschen Romantik. Er zählt mit etwa 5000 Vertonungen zu den meistvertonten deutschsprachigen Lyrikern und ist auch als Prosadichter bis heute gegenwärtig. Seine Novelle „Aus dem Leben eines Taugenichts“ gilt als Höhepunkt und zugleich Ausklang der Romantik.

Neben seinem herausragenden künstlerischen Wirken waren die oberschlesischen Wurzeln von Joseph von Eichendorff der Ausgangspunkt für die Überlegungen der Deutschen Gesellschaft, der „Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland“ und des Vereins für Deutsche Kulturbeziehungen im Ausland, den Joseph-von-Eichendorff-Erzählwettbewerb „Schläft ein Lied in allen Dingen“ auszuschreiben. Die Erzählung sollte Berührungspunkte zu Deutschland oder zur deutschen Kultur behandeln, so Koschyk. Teilnehmen konnten außerhalb des deutschsprachigen Raums lebende junge Menschen bis 30 Jahre, die nicht die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen.

Den ersten Preis belegte Frau Anna German aus Kasli in Russland
Den ersten Preis belegte Frau Anna German aus Kasli in Russland
Den dritten Preis belegte Frau Cyntia Enikö Hobor aus Sathmar / Satu Mare in Rumänien
Den dritten Preis belegte Frau Cyntia Enikö Hobor aus Sathmar / Satu Mare in Rumänien
Bundesbeauftragter Koschyk mit den Preisträgerinnen 
Bundesbeauftragter Koschyk mit den Preisträgerinnen
 

Den ersten Preis belegte Frau Anna German aus Kasli in Russland, den zweiten Preis Frau Mariela Kircheva aus Sofia in Bulgarien, die leider nicht anwesend sein konnte und den dritten Preis belegte Frau Cyntia Enikö Hobor aus Sathmar / Satu Mare in Rumänien.

Kontakt

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