Ratsvorsitzender Hartmut Koschyk zu Besuch in Argentinien

08.12.2019

Der Ratsvorsitzende der „Stiftung Verbundenheit“, Hartmut Koschyk, hat zwischen dem 23. und 27. November Argentinien besucht. Der ehemalige Beauftragte der Bundesregierung für Deutsche Minderheiten im Ausland und Parl. Staatssekretär a.D. rundet mit seinem Kurzbesuch ein erfolgreiches Jahr für die Stiftung Verbundenheit in Argentinien ab. Seit Februar arbeitet die Stiftung im Auftrag des Auswärtigen Amtes daran, die über 150 deutsch-argentinischen Kulturvereinigungen zu Partnern für die Mittlerorganisationen der Auswärtige Kulturpolitik zu entwickeln. Die zahlreichen Unterstützungsmaßnahmen, wie beispielsweise die Reformierung des Dachverbandes der deutsch-argentinischen Vereinigungen F.A.A.G., sowie die Umsetzung verschiedener Formate im Bereich der Jugendarbeit, wurden von vielen Vereine aber auch von den deutschen Mittlerorganisationen in Argentinien sehr begrüßt. Aufgrund der positiven Resonanz hat das Auswärtige Amt kürzlich die Zusage für eine weitere Förderung des Projektes im Jahre 2020 gegeben.

Ratsvorsitzender Hartmut Koschyk mit Dr. Thomas Leonhardt, Teammitgliedern der Stiftung Verbundenheit in Argentinien, Projektleiter Dr. Marco Just Quiles und Dr. Bernd Haberl, Leiter der Dr. Wiesent Schulen (v.l.n.r.) im Deutschen Klub in Buenos Aires.
Ratsvorsitzender Hartmut Koschyk mit Dr. Thomas Leonhardt, Teammitgliedern der Stiftung Verbundenheit in Argentinien, Projektleiter Dr. Marco Just Quiles und Dr. Bernd Haberl, Leiter der Dr. Wiesent Schulen (v.l.n.r.) im Deutschen Klub in Buenos Aires.

Begleitet durch Dr. Marco Just Quiles, Leiter des Argentinien-Projektes der Stiftung Verbundenheit, konnte sich Ratsvorsitzender Koschyk vor Ort einen Eindruck über die Projektinhalte und die starke Vernetzung der Stiftung Verbundenheit mit den deutsch-argentinischen Vereinen im ganzen Land verschaffen. Neben der engen Zusammenarbeit mit dem Dachverband Deutsch-Argentinischer Vereinigungen F.A.A.G. wurden besonders gute Beziehungen zur Deutschen Botschaft in Argentinien, der Zentralstelle für das Deutsche Auslandsschulwesen (ZfA) und zu den Kulturgesellschaften des Goethe-Institutes aufgebaut. Nach ersten Gesprächen mit den Vertretern der F.A.A.G. in Buenos Aires reiste Koschyk mit Herrn Dr. Just Quiles und zwei weiteren deutschen Experten aus dem Dualen Ausbildungsbereich nach Villa General Belgrano, Provinz Córdoba.

Ausbildungsexperten Thorsten Wiesent und Dr. Bernd Haberl mit Hartmut Koschyk und Dr. Marco Just Quiles in Villa General Belgrano, Provinz Córdoba.
Ausbildungsexperten Thorsten Wiesent und Dr. Bernd Haberl mit Hartmut Koschyk und Dr. Marco Just Quiles in Villa General Belgrano, Provinz Córdoba.
Empfang durch Bürgermeister Sergio Favot (zweiter von unten links) im Rathaus von Villa General Belgrano, Provinz Córdoba.
Empfang durch Bürgermeister Sergio Favot (zweiter von unten links) im Rathaus von Villa General Belgrano, Provinz Córdoba.

In Villa General Belgrano, das durch seine deutsche Auswanderergeschichte folkloristisch geprägte ist, empfang Bürgermeister Sérgio Favot die Delegation um über Kooperationsmöglichkeiten im Ausbildungsbereich zu sprechen. Der Wunsch der Stadt sei es, so Favot, zukünftig Ausbildungsangebote für die Schüler der örtlichen Deutschen Schule in Deutschland anzubieten. Deswegen besuchte Koschyk neben der Deutschen Schule auch das Ausbildungszentrum "ITEC Foro de los Rios". Im Gespräch mit Schülern und Auszubildenden wurde deutlich, dass Deutschland für junge Argentinier ein sehr attraktives Land zur beruflichen Weiterentwicklung ist. Die existierenden Bildungs- und Austauschangebote der deutschen Mittlerorganisationen würden sich aber meistens auf die größeren Städte beschränken. Deswegen begrüße man in Villa General Belgrano, dass die Stiftung Verbundenheit über das breite Netzwerk der deutsch-argentinischen Vereine gerade in peripheren Gebieten des Landes präsent sei. Im nächsten Jahr sollen die Ideen für eine Kooperation im Ausbildungsbereich konkretisiert werden.

In der Deutschen Schule Villa General Belgrano mit Mitgliedern der Schulkommission und Bürgermeister Sergio Favot.
In der Deutschen Schule Villa General Belgrano mit Mitgliedern der Schulkommission und Bürgermeister Sergio Favot.
In der Berufsschule "ITEC Foro de los Rios" in Villa General Belgrano mit Auszubildenden und Absolventen.
In der Berufsschule "ITEC Foro de los Rios" in Villa General Belgrano mit Auszubildenden und Absolventen.

In Buenos Aires wurde Hartmut Koschyk von der argentinischen Parlamentsabgeordneten Cornelia Schmidt-Liermann im Rahmen der Feierlichkeiten zum 30-jährigen Jubiläum des Mauerfalles im Kongress empfangen. Frau Schmidt-Liermann, die eine große Unterstützerin des Argentinien-Projektes ist, betonte die gute Zusammenarbeit mit der Stiftung Verbundenheit und dankte Koschyk für seinen Besuch. Als Vorsitzende der „Freundschaftsgruppe Deutschland“ im Argentinischen Parlament freue sie sich insbesondere darüber, dass das Argentinien-Projekt so viel Unterstützung aus dem Deutschen Bundestag erhält. Nach dem Festakt wurde Hartmut Koschyk vom Deutschen Botschafter in Argentinien, Herrn Jürgen Christian Mertens begrüßt. Erfreut zeigte sich Koschyk über die Begegnung mit zwei jungen Mitgliedern der von der Stiftung Verbundenheit gegründeten Jugendinitiative #JungesNetzwerk, die ebenfalls im Kongress anwesend waren.

Mit Botschafter Jürgen Christian Mertens, Brigitte von der Fecht (Arbeitsgemeinschaft Deutscher Schulen), der Abgeordneten Cornelia Schmidt-Liermann, Projektleiter der Stiftung Verbundenheit Dr. Marco Just Quiles und F.A.A.G. Vertreter Dr. Thomas Leonhardt im Argentinische Nationalkongress.
Mit Botschafter Jürgen Christian Mertens, Brigitte von der Fecht (Arbeitsgemeinschaft Deutscher Schulen), der Abgeordneten Cornelia Schmidt-Liermann, Projektleiter der Stiftung Verbundenheit Dr. Marco Just Quiles und F.A.A.G. Vertreter Dr. Thomas Leonhardt im Argentinische Nationalkongress.
Mit den Mitgliedern der Jugendinitiative #JungesNetzwerk Tómas Villar und Jonas Uphoff im Argentinischen Kongress.
Mit den Mitgliedern der Jugendinitiative #JungesNetzwerk Tómas Villar und Jonas Uphoff im Argentinischen Kongress.

Der Besuch in Buenos Aires diente auch dazu das ortsansässige Team von Projektleiter Dr. Marco Just Quiles kennenzulernen. Bei einem Treffen mit anschließendem Arbeitsessen im Deutschen Klub in Buenos Aires tauschte sich Ratsvorsitzender Koschyk mit Natalia Gendelman, Projektmitarbeiterin der Stiftung Verbundenheit in Buenos Aires, Gabriel Podevils, Präsident des Deutschen Vereins San Justo (Provinz Santa Fe) und Jugendkoordinator der Initiative #JungesNetzwerk, Silvia Saenger, Leiterin der Wachnitz-Stiftung in Eldorado (Provinz Misiones) und Sprachkoordinatorin der Initiative #JungesNetzwerk, Mariano Aimar, Vorstandsmitglied im Deutschen Verein San Justo (Provinz Santa Fe) und Koordinator für Umwelt- und Sozialprojekte der Initiative #JungesNetzwerk sowie Sebastian Schulz, Präsident des Deutsch-Österreichischen Vereins Resistencia (Provinz Chaco) und Kulturmanager der Initiative #JungesNetzwerk aus. Koschyk dankte den Teammitgliedern für die sehr erfolgreichen Projektergebnisse, darunter die in verschiedenen Provinzen durchgeführten Fortbildungen für deutsch-argentinische Vereine, die zahlreichen Aktivitäten im Rahmen der Initiative #JungesNetzwerk und die Beratungstätigkeiten für den Dachverband F.A.A.G.. In Deutschland, so Koschyk, sehe man das große Potential der Initiative #JungesNetzwerk und besonders das Engagement des Organisationsteams. Projektleiter Dr. Just Quiles dankte dem Ratsvorsitzenden in diesem Zusammenhang für die uneingeschränkte Unterstützung und Gestaltungsfreiheit. Wie schon bei der Vorstellung der Projektergebnisse im September in Berlin verdeutlicht, werde man dank der erneuten Förderung die Aktivitäten im nächsten Jahr auf die Nachbarländer Argentiniens ausweiten. Erste Kontakte wurde dieses Jahr schon in Chile und Paraguay geknüpft.

Besprechung im Deutschen Klub in Buenos Aires mit dem Organisationsteam der Initiative #Junges Netzwerk unter Dr. Marco Just Quiles über die Strategie für die Fortführung des Projektes in 2020.
Besprechung im Deutschen Klub in Buenos Aires mit dem Organisationsteam der Initiative #Junges Netzwerk unter Dr. Marco Just Quiles über die Strategie für die Fortführung des Projektes in 2020.
Arbeitsessen im Deutschen Klub mit dem Organisationsteam der Initiative #Junges Netzwerk.
Arbeitsessen im Deutschen Klub mit dem Organisationsteam der Initiative #Junges Netzwerk.

Zum Abschluss seines Besuches, trafen sich Ratsvorsitzender Koschyk und Projektleiter Dr. Marco Just Quiles mit den Vertretern der Konrad-Adenauer-Stiftung, der Hans-Seidel-Stiftung sowie mit dem deutschen Botschafter, Jürgen Christian Mertens. In den Gesprächen wurde das Ziel der Stiftung Verbundenheit betont, einen neuen Ansatz der „zivilgesellschaftlichen Diplomatie“ in Argentinien zu fördern. Man wolle nicht nur ein weltoffenes und modernes Deutschlandbild vermitteln, es gehe vor allem darum, argentinischen Bürgern mit einem Deutschlandbezug dazu zu motivieren, den Aufbau zivilgesellschaftlicher Brücken nach Deutschland proaktiv zu gestalten. Die Aufgabe der Stiftung Verbundenheit sei es, so Koschyk, die notwendigen Impulse und Voraussetzungen für dieses zivilgesellschaftliche Engagement zu schaffen. Ein gutes Beispiel dafür ist die kürzlich von der Stiftung Verbundenheit geschaffene elektronische Plattform, die es den Mitgliedern der Initiative #JungesNetzwerk ermöglicht, eigene Kulturprojekte zu entwickeln, online mit anderen Mitgliedern zu bearbeiten und nach Unterstützung bei den deutschen Mittlerorganisationen zu suchen.

Mit dem Deutschen Botschafter Jürgen Christian Mertens und dem ersten Botschaftssekretär Adrian Oroz Guldi in Buenos Aires.
Mit dem Deutschen Botschafter Jürgen Christian Mertens und dem ersten Botschaftssekretär Adrian Oroz Guldi in Buenos Aires.
Im Gespräch mit dem Leiter des Auslandsbüros der Konrad-Adenauer-Stiftung in Argentinien, Olaf Jacob.
Im Gespräch mit dem Leiter des Auslandsbüros der Konrad-Adenauer-Stiftung in Argentinien, Olaf Jacob.
Mit dem Leiter des Auslandsbüros der Hans-Seidel-Stiftung in Argentinien, Prof. Dr. Klaus Georg Binder.
Mit dem Leiter des Auslandsbüros der Hans-Seidel-Stiftung in Argentinien, Prof. Dr. Klaus Georg Binder.

Den letzten Gesprächstermin in Buenos Aires führte Herr Koschyk bei der ältesten deutschsprachigen Zeitung Lateinamerikas, dem Argentinischen Tageblatt. Der Verleger Juan Alemann hatte zu einem Treffen mit Redaktionsleiter Stefan Kuhn und Redakteur Marcus Christoph geladen. Auch hier verdeutlichten Ratsvorsitzender Koschyk und Projektleiter Dr. Marco Just Quiles die Prämisse des Argentinien-Projektes, zivilgesellschaftliche Brücken zwischen Deutschland und Argentinien zu bauen. Um diese „Brücke“ auch in Deutschland zu stärken, habe man zuletzt den Kontakt zur argentinischen Botschaft in Berlin hergestellt. Man überlege gemeinsam mit den Kulturverantwortlichen in der Botschaft, wie man junge Argentinier in Deutschland in die Initiative #JungesNetzwerk einbinden könnte (siehe unten den Artikel im Argentinischen Tageblatt).

Hartmut Koschyk mit Dr. Marco Just Quiles im Gespräch mit dem Verleger des Argentinischen Tageblatt, Juan Alemann.
Hartmut Koschyk mit Dr. Marco Just Quiles im Gespräch mit dem Verleger des Argentinischen Tageblatt, Juan Alemann.
Artikel im Argentinischen Tageblatt.

Kontakt

Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland
Eduard-Bayerlein-Straße 5
95445 Bayreuth

Fon: +49 (0) 921-7643014 | Fax: +49 (0)921-7643012
E-Mail: nfstftng-vrbndnhtd
ImpressumDatenschutz

Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzinformationen