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Datum
29.4.2026
Autor

Auftaktveranstaltung “Sprachklub International 2026” mit dem Landtagsabgeordneten und Kuratoriumsmitglied Tim Pargent (Bündnis 90/Die Grünen)

Beim Auftakt des diesjährigen SprachKlubs International stand das Thema „Deutschland – verbunden in der Wirtschaft“ im Mittelpunkt. Schülerinnen und Schüler aus Nord- und Südamerika, China sowie Mittel- und Osteuropa diskutierten dabei mit Tim Pargent, Abgeordneter im Bayerischen Landtag, finanzpolitischer Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen und Mitglied des Kuratoriums der Stiftung Verbundenheit. Ziel der Veranstaltung war es, ein besseres Verständnis für die internationale Verflechtung der deutschen Wirtschaft zu vermitteln und gleichzeitig jungen deutschsprachigen Teilnehmenden Raum für eigene Fragen, Perspektiven und den Austausch mit einem Experten zu geben. 

Geleitet wurde das Gespräch von Leticia Marquizo Goldemberg von der Deutschen Schule Montevideo und Koordinatorin des #JungesNetzwerk Uruguay, die die Teilnehmenden durch die Diskussion führte und den Austausch aktiv förderte. Begleitet wurde die Veranstaltung zudem von der Präsidentin der German Language School Conference, Dr. Stefanie Mischner. Die Stiftung Verbundenheit war durch den Teamleiter für Lateinamerika, Jonas Löffler, sowie die Projektkoordinatorin Merle Aguilar vertreten. 

Zu Beginn gab Tim Pargent einen Überblick über die deutsche Volkswirtschaft. Deutschland ist die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt, stark exportorientiert und eng in den EU-Binnenmarkt eingebunden. Wichtige Handelspartner sind unter anderem China, die USA sowie europäische Nachbarländer, während vor allem Fahrzeuge, Chemie- und Pharmaprodukte eine zentrale Rolle im Export spielen. Die Wirtschaft ist geprägt von großen Konzernen sowie einem starken Mittelstand, der eng in globale Wertschöpfungsketten eingebunden ist.
Gleichzeitig wurde deutlich, dass Deutschland aktuell vor mehreren Herausforderungen steht. Dazu zählen hohe Energiepreise, Bürokratie, Fachkräftemangel sowie sinkende Exporte, insbesondere nach China. Während das Wachstum in den Jahren 2010 bis 2020 sehr stark war, sorgen heute globale Unsicherheiten, geopolitische Spannungen und der technologische Wettbewerb, vor allem mit China, für weniger Planungssicherheit.
Als zentrale Zukunftsfelder wurden neue internationale Märkte wie Mercosur und Australien sowie der Ausbau von erneuerbaren Energien, Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz genannt. Auch das deutsche Bildungssystem wurde hervorgehoben, da es durch geringe Studienkosten und gute Hochschulen attraktiv ist, jedoch gleichzeitig ein Mangel an Nachwuchs in technischen Berufen besteht, weshalb Deutschland zunehmend auf internationale Fachkräfte angewiesen ist.

In der anschließenden Diskussion brachten die Schülerinnen und Schüler zahlreiche Fragen ein. Dabei ging es unter anderem um die Auswirkungen von Zöllen, internationale Handelsabkommen wie Mercosur, den Fachkräftemangel sowie die Vereinbarkeit von Wirtschaft und Klimaschutz. Deutlich wurde, dass Bürokratie und Sprache häufig als Hürden wahrgenommen werden, während gleichzeitig große Chancen für gut ausgebildete Fachkräfte bestehen.

Abschließend wurde betont, dass Deutschland seine wirtschaftliche Stärke nur durch Innovation, weniger Bürokratie und eine gezielte Fachkräftestrategie langfristig sichern kann. Tim Pargend MdL, ermutigte die junge deutsch interessierten Menschen, die bestehenden Chancen zu nutzen, sich frühzeitig mit Unternehmen zu vernetzen und die vielfältigen Bildungs- und Karrierewege in Deutschland aktiv zu gestalten.

Der SprachKlub International bietet seit vier Jahren in Kooperation mit der German Language School Conference (GLSC) eine Plattform für interkulturellen Austausch und gemeinsames Lernen. Ziel der Reihe ist es, Perspektiven aus Europa, Nord- und Lateinamerika sowie Mittel- und Osteuropa miteinander zu verbinden und so gegenseitiges Verständnis zu stärken. Der nächste Termin findet am 16. Mai 2026 mit einem neuen Themenschwerpunkt und Gesprächspartner statt.

Die Veranstaltung zeigte erneut, wie wichtig es ist, junge Menschen frühzeitig für globale wirtschaftliche Zusammenhänge zu sensibilisieren und ihnen Räume für Dialog und Mitgestaltung zu eröffnen. Die Stiftung Verbundenheit bedankt sich herzlich bei allen Teilnehmenden für ihr Engagement und die lebendige Diskussion.

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