Die Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland und der Rat der Deutschen der Ukraine haben im Rahmen der 33. Internationalen Tagung des Ukrainischen Deutschlehrer- und Germanistenverbandes in Lemberg/Lwiw das gemeinsame Positionspapier „Deutsch in der Ukraine stärken: Bildungsqualität, kulturelle Zusammenarbeit und Förderung der deutschen Minderheiten“ vorgestellt.
An dem Kongress, der am 25. und 26. September 2026 stattfand, nahmen mehr als 100 Lehrkräfte, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Fachleute aus verschiedenen Regionen der Ukraine teil. Darüber hinaus waren Gäste aus Deutschland, Österreich, Polen, der Schweiz und Japan vertreten.
Das Positionspapier formuliert zehn zentrale Thesen zur Sicherung, Weiterentwicklung und Stärkung der deutschen Sprache in der Ukraine. Dabei wird insbesondere die Bedeutung der deutschen Minderheit und der deutschsprachigen Gemeinschaften als Brückenbauer zwischen Deutschland und der Ukraine hervorgehoben. Ziel ist es, die Qualität des Deutschunterrichts zu stärken, die kulturelle Zusammenarbeit auszubauen und die Rahmenbedingungen für den Erhalt und die Förderung der deutschen Sprache nachhaltig zu verbessern.
Maßgeblich mitkonzipiert wurde das Dokument von Prof. Dr. Gesine Schiewer, Inhaberin des Lehrstuhls für Interkulturelle Germanistik an der Universität Bayreuth, Kuratoriumsmitglied der Stiftung Verbundenheit sowie Mitglied ihres Fachbeirats „Deutsche Sprache“. In mehreren Arbeitssitzungen waren darüber hinaus der Ratsvorsitzende der Stiftung, Hartmut Koschyk, sowie die Geschäftsführer Dr. Marco Just Quiles und Sebastian Machnitzke an der Erarbeitung beteiligt.
Die Stiftung Verbundenheit bringt regelmäßig Fachexpertinnen und Fachexperten aus Deutschland mit Vertreterinnen und Vertretern deutscher Minderheiten und deutschsprachiger Gemeinschaften weltweit zusammen. Mit ihrem Fachbeirat „Deutsche Sprache“ setzt sie sich gezielt für die sprachlichen Belange deutscher Minderheiten und deutschsprachiger Gemeinschaften ein und entwickelt Impulse für deren Förderung.
Der nächste Schritt besteht nun darin, das Positionspapier den zuständigen staatlichen Stellen in Deutschland und der Ukraine, Bildungseinrichtungen sowie weiteren Partnerorganisationen vorzustellen und auf dieser Grundlage konkrete Maßnahmen zur Stärkung der deutschen Sprache in der Ukraine weiterzuentwickeln.
Die Stiftung Verbundenheit dankt allen beteiligten Institutionen und Mitwirkenden für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Ein besonderer Dank gilt Prof. Dr. Gesine Schiewer, Prof. Dr. Alla Paslawska, Präsidentin des Ukrainischen Deutschlehrer- und Germanistenverbandes, sowie Volodymyr Leysle, Vorsitzender des Rates der Deutschen der Ukraine, die die Entstehung des Positionspapiers mit großem Engagement begleitet haben.
Sehen und lesen Sie hier das Positionspapier:





