Schwieriges Erbe der Nachkriegszeit: Die Lager für Deutsche in Polen (1945–1949) in Erinnerung und Geschichtspolitik – Unter diesem Thema wird am 15. Oktober 2026 um 18:00 Uhr in Wien ein Vortrag von Dr. Magdalena Lemańczyk, Mitglied des Kuratoriums der Stiftung Verbundenheit, und Prof. Piotr Madajczyk stattfinden.
Die Veranstaltung stellt zentrale Ergebnisse der Monographie The Politics, Memory, and Commemoration of the Postwar Camps for Germans in Poland (1945–1949): Breaking the Conspiracy of Silence (Piotr Madajczyk, Magdalena Lemańczyk, Paweł Popieliński, Routledge 2026) vor. Die Nachkriegslager für Deutsche in Polen gehören zu jenen historischen Erfahrungen, die sich nur schwer in eindeutige Opfer- und Täterordnungen einfügen lassen. Ihre Erinnerung blieb lange randständig, lokal gebunden und politisch sensibel – nicht zuletzt, weil sie sich im Schatten der deutschen verbrecherischen Besatzung und der Gewalt des Zweiten Weltkriegs entwickelte. Ausgehend von den Ergebnissen der Studie richtet der Vortrag den Blick auf die gesellschaftlichen und politischen Mechanismen des Erinnerns, Verschweigens, Neudeutens und öffentlichen Aushandelns dieses schwierigen Erbes. Im Zentrum stehen Fragen nach Trauma und Stigmatisierung, nach den Grenzen legitimer Opfererinnerung sowie nach der Rolle von Sprache, lokalen Erinnerungskulturen und Geschichtspolitiken bei der Aushandlung des gesellschaftlichen und politischen Umgangs mit dieser bis heute sensiblen Vergangenheit.
Mehr Infos finden Sie unter: https://tiny.pl/46tqm2602



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