Das Projekt „BeeDabei“, das ursprünglich als Gewinnerprojektaus der Bewerbung Nürnbergs zur Europäischen Kulturhauptstadt hervorging, nutzt leuchtend gelbe Balkonkästen als Bienenfutterstellen, um ein sichtbares Zeichenfür den Artenschutz im urbanen Raum zu setzen. In Kooperation mit der StiftungVerbundenheit wurden diese Aktionen zusätzlich zu kraftvollen Symbolen fürFrieden, Völkerverständigung und humanitäre Hilfe umgewandelt.
Das europaweite Natur-Kunstprojekt „Beedabei“ widmet sich bereits seit 2019 dem Schutz von Bienen, indem es durch kreative Aktionensichtbare, bienenfreundliche Lebensräume im urbanen Raum schafft. Ins Leben gerufen wurde das Gewinnerprojekt eines Ideenwettbewerbs für nachhaltige Stadtentwicklung von dem Nürnberger Künstlerpaar Peter H. Kalb und Gisela Bartulec.
Peter H. Kalb, freischaffender Künstler, verknüpft in seinen Arbeiten Skulptur, Installation und Performance mit gesellschaftlichen Fragestellungen und der europäischen Identität. Seit 1998 arbeitet er eng mitseiner Frau, der Autorin Gisela Bartulec, zusammen, die die Projektekonzeptionell und sprachlich maßgeblich mitentwickelt. Das fortlaufende Projekt „Beedabei“ wurde im Rahmen der Bewerbung Nürnbergs zur Europäischen Kulturhauptstadt 2025 ausgezeichnet und realisierte zusammen mit der Stiftung Verbundenheit bereits temporäre Werke im öffentlichen Raum
Bisherige erfolgreiche BeeDabei-Aktionen mit der Stiftung Verbundenheit
In Nürnberg, der Heimat des Künstlerpaares, fand zum Auftakt für die humanitäre Hilfe eine zentrale BeeDabei-Kunstaktion auf dem Nürnberger Hauptmarkt statt. Die Aktion stand im Zeichen der Solidarität und der Hilfe fürdie Menschen in der Ukraine nach dem Beginn des russischen Angriffskrieges. Durch die Aktion auf dem Hauptmarkt konnte ein Erlös von 1.400 Euro erzielt werden. Diese Summe floss direkt in die von der Stiftung Verbundenheit ins Leben gerufene Initiative „Humanitäre Brücke Oberfranken – Transkarpatien“, um medizinische Güter und Hilfstransporte für die Ukraine zu finanzieren.

Am 8. Juni 2022 reiste das Künstlerteam gemeinsam mit Vertretern der Stiftung Verbundenheit (darunter Stiftungsratsvorsitzender Hartmut Koschyk) direkt nach Transkarpatien in die Westukraine, um auf dem Theaterplatz/Opernplatz in Uschgorod das erste europäische BeeDabei-Kunstwerk außerhalb Deutschlands zu realisieren. Aus 100leuchtend gelben BeeDabei-Balkonkästen, die von einer lokalen ukrainischen Gärtnerei mit heimischen, insektenfreundlichen Blumen bepflanzt wurden, formten die Beteiligten die Buchstaben „EU“ sowie eine stilisierte Brücke, die zu einem Peace-Zeichen führte. Die farbliche Gestaltung (blau und gelb blühende Pflanzen) spiegelte die Nationalfarben der Ukraine wider. Das Werk sollte ein unübersehbares Statement für den Wunsch der Ukraine auf einen Beitritt zur Europäischen Union und für den Frieden auf dem Kontinent sein. Es verband die ökologische Krise (das Artensterben) mit der humanitären Krise des Krieges. Nach einer Stunde wurde das Kunstwerk – wie bei BeeDabei üblich – aufgelöst. Die bepflanzten Kästen wurden kostenlos an die Bürger und Binnenflüchtlinge in Uschgorod verschenkt, um die Stadt grüner zu machen. Im Nachgang erstellte das Künstlerduo einen hochwertigen, handsignierten Kunstdruck dieses Motivs. Unterstützer, die über die Stiftung einen virtuellen Blumenkasten erwarben, erhielten diesen Druck als Dankeschön, wodurch weitere Gelder für die humanitäre Hilfe (u. a. für das Kinderkrankenhaus in Mukatschewo) generiert wurden.

Am 21. September 2022, dem internationalen Weltfriedenstag, holte die Stiftung Verbundenheit die Kunstaktion nach Bayreuth. Auf dem La-Spezia-Platz vor der Schlossgalerieentstand ein weiteres bemerkenswertes Natur-Kunstwerk, ein Zeichen zum Weltfriedenstag (September 2022) Unter den Augen von Bayreuths Oberbürgermeister Thomas Ebersberger, Vertretern der deutschen Minderheit aus der Ukraine (wie Julia Tajps aus Mukatschewo) sowie den Teilnehmern des Jugendforums Lateinamerika-Europa der Stiftung wurden zahlreiche bienenfreundliche Balkonkästen von vielen helfenden Händen zu einem großen Friedenszeichenformiert. Musikalisch umrahmt wurde die emotionale Aktion vom Bayreuther Zamirchor. Im Anschluss an die Kundgebungen wurden die Blumenkästen gegen eine Spende an die anwesenden Bürgerinnen und Bürger abgegeben. Die dabei gesammelten Spenden wurden von Gisela Bartulec und Peter H. Kalb an die Geschäftsführung der Stiftung übergeben. Sie kamen zu 100 % dem regionalen Kinderkrankenhaus in Mukatschewo (Ukraine) zugute, welches von der Stiftung im Zuge ihrer humanitären Brücke intensiv unterstützt wird.

Die Schnittmenge aus dem ökologischen Gedanken von BeeDabei(Artenschutz und Bienenrettung) und der zivilgesellschaftlichen Arbeit der StiftungVerbundenheit hat eine Brücke zwischen Deutschland und der Ukraine gebaut. Die Aktionen in Nürnberg, Uschgorod und Bayreuth zeigten eindrucksvoll, wie Kunst im öffentlichen Raum Menschen verbindet, Aufmerksamkeit für Krisenschafft und ganz konkrete, finanzielle Hilfe vor Ort generiert.
Die wichtigsten Informationen zur Aktion in Eupen (Belgien)
Am 3. Juni 2026 findet die Fortsetzung dieses Engagements in Eupen (Belgien) statt. Das dortige Natur-Kunstwerk steht unter einer ganz besonderen Würdigung: Seine Majestät der König der Belgier hat die Hohe Schirmherrschaft übernommen, was dem Projekt eine herausragende symbolische Bedeutung für Gemeinschaft und das europäische Miteinander verleiht.

Das großformatige Werk hat einen Durchmesser von 22 Metern. Das Zentrum bilden die sogenannte Form „Miteinander“ sowie zwölf Europasterne, die aus insgesamt 211 bepflanzten gelben Beedabei-Bienenfutterstellen aufgebaut werden.
Realisiert wird das Projekt durch eine deutsch-belgischeKooperation der Künstler mit der Stadt Eupen, der Stiftung Verbundenheit mitden Deutschen im Ausland, dem Gartenbaubetrieb Beckert S.A., dem ProjektpartnerGeli GmbH sowie unter Mitwirkung der Städtischen Grundschule Oberstadt.
Am 3. Juni kommt es zunächst ab 15 Uhr zum Aufbau des Kunstwerks im öffentlichen Raum. Offizielle Ansprachen von Bürgermeister Thomas Lennertz, Kulturminister Gregor Freches und Stiftungsratsvorsitzendem Hartmut Koschyk werden, bevor das Kunstwerk für nur gut eine Stunde zu sehen sein wird, gehalten. Das Kunstwerk löst sich im Anschluss gezielt auf. Die 211 bepflanzten Bienenfutterstellen werden kostenfrei an die Bürgerinnen und Bürger weitergegeben. Dadurch verteilt sich das Werk in der gesamten Region und schafft auf Balkonen, Terrassen und in Gärten neue, gelbe Nahrungsoasen für bestäubende Insekten.
Mehr Informationen unter: https://beedabei.de/kunstwerke/beedabei-miteinander-als-ziel/



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