Die Stiftung Verbundenheit ist in ihrem Auftrag des Bundesministeriums des Innern als Mittlerorganisation für die Förderung deutscher Minderheiten in Mittel- und Osteuropa, Russland sowie Zentralasien tätig. In Lateinamerika arbeitet sie an der Einbindung der deutschsprachigen Gemeinschaften in die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik.
In der Region Oberfranken, in Bayern und Deutschland hat sich die Stiftung Verbundenheit vorgenommen, die deutschen Minderheiten, deutschsprachigen Gemeinschaften in Lateinamerika und weltweit sowie ihre Heimatregionen in der Öffentlichkeit bekannter zu machen.
Die Stiftung Verbundenheit stellt in ihrem Bayreuther Büro eine Fachbibliothek zum Themenfeld der deutschen Minderheiten, deutschsprachigen Gemeinschaften in Lateinamerika und weltweit zur Verfügung. In ihr findet sich ein breiter Buchbestand an Fach- und Sachliteratur zu den Themen der Geschichte, Kultur, Traditionen und Bräuchen der Deutschen im Ausland und ihrer Heimatregionen.
Auch aktuelle thematische Literatur zur Sprach-, Medien-, Jugend- und Projektarbeit der deutschen Minderheiten und deutschsprachigen Gemeinschaften sowie zu Forschungsinhalten ist Teil der Bibliothek.
In diesem Kontext möchte sich die Stiftung Verbundenheit für die Neuzugänge in ihrer Bibliothek bedanken und diese empfehlen.
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Rolf Walter: Los Alemanes en Venezuela. Tomo III. 1914–1949
Mit dem dritten Band „Los Alemanes en Venezuela. Tomo III. 1914–1949“ widmet sich Rolf Walter der Geschichte der Deutschen in Venezuela in der Zeit vom Ersten Weltkrieg bis in die unmittelbare Nachkriegszeit nach 1945. Der Band schließt an die ersten beiden Bände an, die die Zeiträume 1815 bis 1870 sowie 1870 bis 1914 behandeln.
Das Werk dokumentiert eine historisch bewegte Epoche, die durch zwei Weltkriege, die Zwischenkriegszeit, die Weltwirtschaftskrise und tiefgreifende politische sowie wirtschaftliche Umbrüche geprägt war. Dabei richtet der Autor den Blick nicht nur auf die allgemeinen Entwicklungen in Deutschland und Venezuela, sondern insbesondere auf die Lebenswege, Tätigkeiten und Netzwerke deutscher Einwanderer und ihrer Nachkommen im Norden Südamerikas.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den bilateralen Beziehungen zwischen Personen und Institutionen in Venezuela und Deutschland. Der Band zeigt, wie eng politische Entwicklungen, wirtschaftliche Interessen, kulturelle Aktivitäten und persönliche Biografien miteinander verbunden waren. Dabei werden auch die Veränderungen Venezuelas in dieser Zeit sichtbar, unter anderem der Wandel von einem stark kaffeegeprägten Land hin zu einem zunehmend durch Erdöl bestimmten Staat.
Neben den großen historischen Linien behandelt das Buch auch die kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Aktivitäten deutscher Akteure in Venezuela. Genannt werden insbesondere Wissenschaftler und Kaufleute, deren Wirken zur deutsch-venezolanischen Beziehungsgeschichte beitrug. Dadurch entsteht ein vielschichtiges Bild deutscher Präsenz in Venezuela während einer Zeit, die international von Krisen, Machtverschiebungen und neuen politischen Ordnungen geprägt war.
„Los Alemanes en Venezuela. Tomo III. 1914–1949“ ist damit eine wichtige Ergänzung der Fachbibliothek der Stiftung Verbundenheit. Das Buch trägt dazu bei, die Geschichte deutschsprachiger Gemeinschaften in Lateinamerika sichtbar zu machen und die historischen Verbindungen zwischen Deutschland und Venezuela besser einzuordnen.
Über den Autor
Rolf Walter ist der Autor des mehrbändigen Werkes „Los Alemanes en Venezuela“. Mit dem dritten Band legt er eine Untersuchung zur Geschichte der Deutschen in Venezuela für den Zeitraum von 1914 bis 1949 vor. Seine Arbeit befasst sich insbesondere mit den historischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Beziehungen zwischen Venezuela und Deutschland sowie mit den Lebenswegen deutscher Akteure im Land.
Der Band erschien 2024 in Caracas, Venezuela, bei Oscar Todtmann Editores und wurde von der Asociación Cultural Humboldt herausgegeben.
Das Buch ist in der Fachbibliothek der Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland zu finden und zu lesen. Wir laden herzlich ein.



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