Während seiner aktuellen Auslandsreise, bei der die Erweiterung der Europäischen Union auf die Länder des westlichen Balkans und die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit der EU im Vordergrund stehen, machte Bundesaußenminister Johann Wadephul in Slowenien Station. Es war Wadephuls Antrittsbesuch in Slowenien.
Im Vorfeld des Besuchs Wadephuls in Laibach/Ljublana hatte sich die Stiftung Verbundenheit, die mit ihren Vertretern allein im Jahr 2026 bereits zweimal vor Ort in Slowenien war und wichtige politische Gespräche mit dem Ziel der Verbesserung der Situation für die deutschsprachige Minderheit führte, intensiv und erfolgreich für ein Treffen Wadephuls mit dieser eingesetzt.
In der Funktion als Mittlerorganisation des Bundesministeriums des Innern im Rahmen der Förderung der deutschen Minderheiten in den Ländern Mittel- und Osteuropas sowie in den Staaten der GUS befasst sich die Stiftung Verbundenheit seit langem mit der Situation der deutschsprachigen Minderheit in Slowenien, die bislang über keine verfassungsrechtliche Anerkennung verfügt. Damit bleiben ihr wesentliche Möglichkeiten der institutionellen Förderung sowie der politischen und gesellschaftlichen Teilhabe verwehrt. Als einzige autochthone Minderheit des Landes ohne entsprechenden Minderheitenstatus ist sie gegenüber anderen Bevölkerungsgruppen deutlich benachteiligt.

In Laibach/Ljubljana kam der Deutsche Außenminister mit seinem slowenischen Amtskollegen Tone Kajzer zusammen und sprachen mit ihm über die Erweiterung der EU. Er tauschte sich mit ihm aber auch über den aktuellen Stand der Anerkennung der Deutschsprachigen als Minderheit in Slowenien aus.
Anlässlich des Tages der Deutschen Einheit kam Bundesaußenminister Wadephul dann bei einem Empfang in Laibach/Ljublana mit Vertreterinnen und Vertretern der deutschsprachigen Minderheit in Slowenien zusammen. Unter ihnen war auch der Obmann des Dachverbandes der Gottscheer und Steirer in Slowenien, Herr Jan Schaller.

Dieser Austausch, bei dem die Vertreterinnen und Vertreter die derzeitige Situation der Nicht-Anerkennung als Minderheit im Lande sowie einen Bericht über ihre reichhaltige und engagierte kulturelle Tätigkeit an den Bundesaußenminister herantragen konnten, war ein wichtiges Zeichen der Wahrnehmung und Wertschätzung von Seiten der Bundesrepublik Deutschland, aber auch ein wichtiger Schritt im Anerkennungsprozess.

Der Vorsitzende des Stiftungsrates der Stiftung Verbundenheit, Hartmut Koschyk, dankte Bundesaußenminister Wadephul für seinen Einsatz für die deutschsprachige Minderheit in Slowenien gegenüber seinem slowenischen Amtskollegen und für sein Treffen mit den Vertretern der deutschsprachigen Minderheit. Koschyk wörtlich: „Mit seiner demonstrativen Begegnung mit den Vertretern der deutschsprachigen Minderheit in Slowenien hat Bundesaußenminister Wadephul ein sichtbares Zeichen der Solidarität und Verbundenheit mit unseren Landsleuten gesetzt und sie ermutigt, ihre Identität, Kultur, Sprache und Traditionen zu erhalten und an die nächste Generation weiterzugeben. Auch für den Dialog mit seinem slowenischen Amtskollegen über praktische Verbesserungen der Lage der deutschsprachigen Minderheit ist dem Bundesaußenminister ausdrücklich zu danken!“


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