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Datum
2.3.2026
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Konstituierende Sitzung des Internationalen Beirats deutschsprachiger Gemeinschaften (IBDG) der Stiftung Verbundenheit 

Mit einer ersten digitalen Sitzung hat sich der Internationale Beirat deutschsprachiger Gemeinschaften (IBDG) der Stiftung Verbundenheit offiziell konstituiert. Damit wurde ein neues Gremium ins Leben gerufen, das Vertreterinnen und Vertreter deutschsprachiger Gemeinschaften aus 13 Ländern weltweit erstmals an einem gemeinsamen Tisch vereint. Ziel des IBDG ist es, den in vielen Weltregionen aktiven deutschsprachigen Gemeinschaften ein international vernetztes Sprachrohr zu geben und ihre Sichtbarkeit gegenüber Politik und Öffentlichkeit in Deutschland substanziell zu stärken. Bereits die Auftaktsitzung zeigte eindrucksvoll, wie groß das Potenzial ist, das in diesem internationalen Austausch liegt.

Im Mittelpunkt der konstituierenden Sitzung stand eine ausführliche Vorstellungsrunde der Mitglieder. Sie berichteten über ihre Arbeit vor Ort, über spezifische kulturelle, gesellschaftliche oder organisatorische Herausforderungen sowie über die Erwartungen, die sie an das neue Gremium knüpfen. Die Bandbreite der Themen spiegelte die Vielfalt der deutschsprachigen Gemeinschaften wider – von Bildungsinitiativen und kultureller Traditionspflege über Fragen der generationsübergreifenden Vernetzung bis hin zu Perspektiven der öffentlichen Wahrnehmung in den jeweiligen Ländern. Deutlich wurde dabei das gemeinsame Anliegen, Strukturen der Zusammenarbeit zu stärken und Synergien zu schaffen, die über den regionalen Wirkungsraum hinausreichen.

Strategische Impulse zur Einordnung der künftigen Arbeit gab Hartmut Koschyk, Vorsitzender des Rats der Stiftung Verbundenheit, der die internationale Verankerung und kulturelle Bedeutung deutschsprachiger Gemeinschaften hervorhob. Die Sitzung wurde geleitet von der Beiratsvorsitzenden Christina Arheit (Argentinien) und dem Hauptgeschäftsführer der Stiftung Verbundenheit, Dr. Marco Just Quiles, die die Rolle des IBDG als dialogorientiertes, praxisnahes und repräsentatives Beratungsformat betonten.

Dem neuen Beirat gehören Persönlichkeiten an, die in ihren Ländern eine besondere Verantwortung innerhalb der deutschsprachigen Gemeinschaften tragen:Arno Erdmann (Venezuela), Vorsitzender der Kulturvereinigung Humboldt in Caracas, sowie Michael Heuchel (Bolivien), Vertreter des Deutsch‑Bolivianischen Kulturzentrums in La Paz, und Jens Heymert Jr. (Bolivien), Deutscher Honorarkonsul in Santa Cruz. Aus Paraguay nahm Viktor Krüger, städtischer Kulturreferent in Hohenau, teil; aus Argentinien Hermann Lehrke, Präsident des Dachverbands deutsch‑argentinischer Vereinigungen (FAAG). Uruguay war durch Leticia Marquizo, Lehrerin an der Deutschen Schule Montevideo, vertreten, während aus den USA Stefanie Mischner, Vorstandsmitglied der German Language School Conference, sowie Renate von Ludanyi, PhD, Professorin an der Western Connecticut State University, Präsidentin der German Language School Conference und Mitglied des Kuratoriums der Stiftung Verbundenheit, teilnahmen. Zudem wirkten Edison Neira (Kolumbien), Professor an der Universidad de Antioquia in Medellín, und Andrea Neumann (Peru), deutsch‑peruanische Kulturreferentin aus Pozuzo/Oxapampa, mit. Aus Südafrika nahmen Jürgen Rust, Geschäftsführer von Redheads Engineering Services in Pretoria, und Wido Schnabel, Direktor Geschäftsentwicklung Afrika bei e‑STORAGE in Kapstadt, teil. Ebenfalls vertreten waren Bernd Schmidt (Peru), Mitglied im Club Germania in Lima und Ehrenpräsident der AHK Peru; Felipe Werner Held (Chile), Präsident des Deutschen Turnvereins in Llanquihue; sowie Marianne Zappen‑Thomson (Namibia), emeritierte Professorin der Universität von Namibia.

Im Hinblick auf die kommenden Monate ergeben sich für den Beirat bereits klare Perspektiven: Die nächste Sitzung wird in Anwesenheit der Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Andrea Lindholz MdB, stattfinden. Damit erhält der noch junge Internationale Beirat frühzeitig Gelegenheit, seine Anliegen direkt gegenüber der politischen Ebene in Deutschland sichtbar zu machen und die besonderen Herausforderungen der deutschsprachigen Gemeinschaften weltweit in einen parlamentarischen Dialog einzubringen. Zugleich sollen in dieser Sitzung erste thematische Schwerpunkte für die gemeinsame Arbeit konkretisiert werden, um die Rolle des Beirats als fachlich ausgewiesenes, international legitimiertes Beratungsgremium weiter zu schärfen und seine Stimme im politischen und gesellschaftlichen Diskurs nachhaltig zu verankern.

Die Stiftung Verbundenheit dankt allen Mitgliedern für ihre Bereitschaft, ihre Expertise in den neuen Internationalen Beirat einzubringen und damit einen wichtigen Beitrag zur weltweiten Vernetzung und Stärkung deutschsprachiger Gemeinschaften zu leisten, wobei die konstituierende Sitzung einen bedeutenden Schritt hin zu einer stärker strukturierten, partizipativen und global verankerten internationalen Ausrichtung der Stiftungsarbeit markiert.

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