Die Jarmarka 2026 in Bad Salzuflen war erneut eines der größten kulturellen Ereignisse für die russischsprachige und osteuropäische Diaspora in Deutschland. Während des Pfingstwochenendes versammelte das Festival mehr als 30.000 Besucherinnen und Besucher und brachte Menschen verschiedener Generationen und Kulturen zusammen. Seit über 20 Jahren gilt die Veranstaltung als wichtige Plattform für Begegnung, kulturellen Austausch und die Bewahrung der Traditionen von Menschen aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion.

Im Rahmen der Jarmarka nahm auch die Organisation JSDR teil, deren Tätigkeit eng mit der Geschichte der Russlanddeutschen und Spätaussiedlerverbunden ist. Das Festival verband Konzertprogramme, gastronomische Angebote, Ausstellungen und Präsentationen nationaler Kulturen und schuf eine besondere Atmosphäre des interkulturellen Austauschs.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf den Workshops und der Teilnahme an der Messe „Jarmarka 2026“, die sich an Vertreterinnen und Vertreter des IVDK/JdR richteten. Ziel war die Entwicklung neuer Ansätze der Jugendarbeit zur Bewahrung und Vermittlung des kulturellen Erbes der Russlanddeutschen. Die Teilnehmenden vertieften ihre Kenntnisse zur Geschichte und Kultur der Russlanddeutschen und erhielten praktische Einblicke in Kultur-und Projektmanagement sowie Öffentlichkeitsarbeit. Der SPI-Verein brachte eigene Projekterfahrungen ein und förderte den Austausch mit Partnern aus Russland.

Das Programm umfasste unter anderem den Besuch des Museums für Russlanddeutsche Kulturgeschichte, eine Informationsveranstaltung in der Akademie am Tönsberg e. V. sowie thematische Workshops zu Geschichte, Identität und Öffentlichkeitsarbeit. Zudem wurden kulturhistorische Projekte, Ausstellungen und museumspädagogische Aktivitäten vorgestellt.

Ein großer Teil der Workshops wurde ehrenamtlich durchgeführt, ergänzt durch Beiträge externer Referentinnen und Referenten. Die praxisorientierten Formate ermöglichten den Teilnehmenden, theoretisches Wissen direkt in kulturellen und projektbezogenen Aktivitäten anzuwenden.

Für unsere Stiftung war es besonders wertvoll zu sehen, wie die Geschichte und Kultur der Deutschen aus dem postsowjetischen Raum durch moderne Bildungs- und Kulturformate bewahrt und an kommende Generationenweitergegeben werden. Solche Veranstaltungen verdeutlichen eindrucksvoll die Bedeutung der Bewahrung des kulturellen Erbes, der Förderung gegenseitigen Verständnisses sowie der Schaffung von Räumen für einen offenen Dialog zwischen Kulturen und Generationen.





