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Datum
7.8.2026
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Stiftung Verbundenheit erneut im Dialog mit der deutschsprachigen Minderheit und der slowenischen Politik

Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr ist die Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland im Dialog mit der deutschsprachigen Minderheit und der Politik in Slowenien.

Anfang April dieses Jahres begleitete Stiftungsratsvorsitzender Hartmut Koschyk eine Delegation des Deutschen Bundestages mit den Abgeordneten Klaus Petert Willsch, dem  Parl. Staatssekretär Christoph de Vries im Bundesministerium des Innern und BdV-Präsident Stephan Mayer nach Slowenien, wo diese die deutschsprachige Minderheit, aber auch Vertreter der slowenischen Politik traf und das Institut für ethnische Fragen besuchte.

In den ersten Augusttagen besuchte der Vorsitzende des Stiftungsrates der Stiftung Verbundenheit, Hartmut Koschyk erneut Slowenien. Diesmal wurde er vom Teamleiter für Mittel- und Osteuropa der Stiftung, Dominik Duda, begleitet.

In der Begegnungsstätte des Kulturvereins deutschsprachiger Frauen „Brücken“ in der Altstadt von Marburg/Maribor trafen Koschyk udn Duda dessen Vertreterin Petra Haring, Bund der Kulturvereine der Gottscheer und der Steierer in Slowenien, Jan Schaller, sowie aus dem nahen Graz den Obmann des Alpenländischen Kulturverbandes, Dr. Alexander Maicovski.

Im Mittelpunkt stand die in diesem Jahr angelaufene Förderung des deutschen Bundesministeriums des Innern für die deutschsprachige Minderheit in Slowenien, für die sich die Stiftung Verbundenheit seit langer Zeit intensiv eingesetzt hat. In diesem Zusammenhang waren Vertreter der Minderheit auf Einladung der Stiftung Verbundenheit nach München und Berlin gereist und hatten dort Gespräche mit der Bayerischen Landesbeauftragten Dr. Petra Loibl MdL und der damaligen Bundesbeauftragten Natalie Pawlik geführt.

Petra Haring und Jan Schaller berichteten über den in diesem Jahr erfolgten Besuch einer Delegation des Bundesministeriums des Innern, die sich vor Ort einen Eindruck über die positive Entwicklung der deutschsprachigen Minderheit inSlowenien und die aktuellen Fördermaßnahmen durch das Bundesministeriums des Innern verschafft hatten.

Auch wurde der aktuelle Sachstand des Dialogs der Minderheit mit den slowenischen Behörden über die Verbesserung deren Rechtssituation erörtert. Es besteht die Hoffnung, dass die neu ins Amt gekommene slowenische Regierung sich hierbei offener für schrittweise Verbesserungen anbelangt.

Der Obmann des Alpenländischen Kulturverbandes, Dr. Alexander Maicovski berichtete, dass die österreichischen Bundesländer Steiermark und Kärnten beabsichtigen, auf der diesjährigen Konferenz beider Bundesländer auch die Lage der deutschsprachigen Minderheit in Slowenien zu erörtern und gemeinsame Maßnahmen zu deren Verbesserung zu diskutieren.

Hartmut Koschyk berichtete über die Bemühungen der Stiftung Verbundenheit, im Deutschen Bundestag und im Bayerischen Landtag für eine aktivere Unterstützung durch die deutsche Bundesregierung und die Bayerische Staatsregierung für die deutschsprachige Minderheit in Slowenien zu werben.

In der slowenischen Hauptstadt Laibach/Ljubljana hatte der Vertreter der Konrad-Adenauer-Stiftung in Kroatien und Slowenien, Dr. Norbert Eschborn eine Reihe politischer Termine für die Stiftung Verbundenheit ermöglicht.

Zunächst jedoch besuchten Koschyk, Duda und Dr. Eschborn das slowenische Institut für ethnische Fragen, wo sie von der Direktorin Prof. Sonja Noval-Lukanovic und der Expertin für die deutschsprachige Minderheit, Anja Moric empfangen wurden.

Im Mittelpunkt des Austausches stand die von Frau Dr. Moric zu erstellende Broschüre über die deutschsprachige Minderheit in Slowenien und eine dazugehörige Ausstellung, die vom Freistaat Bayern gefördert werden und im Dezember dieses Jahres in München der Öffentlichkeit vorgestellt werden wird. Dies wird im Rahmen der Veranstaltungsreihe der Stiftung Verbundenheit erfolgen, die gerade in Straubing eröffnet wurde und bei der sich deutsche Minderheiten in Bayern präsentieren können.

Erstmals konnte die Stiftung Verbundenheit auch einen Dialog mit Vertretern des Kulturministeriums der Republik Slowenien führen. Dr. Norbert Eschborn hatte sich diesbezüglich an die neue Kulturministern Ignacija Fridl Jarc gewandt, worauf Koschyk, Dr. Eschborn und Duda vom Leiter des Kabinetts Rok Janez Steblaj sowie der Leiterin der Abteilung für EU-Angelegenheiten und Internationale Zusammenarbeit, Maria Vranicar empfangen wurden.

In einer konstruktiven Atmosphäre wurden ausführlich alle Aspekte der Lage der deutschsprachigen Minderheit in Slowenien angesprochen, sowohl was deren Rechtstatus, die aktuelle Förderung durch das slowenische Kulturmaßnahmen sowie eine mögliche trilaterale Zusammenarbeit zwischen Deutschland, Österreich und Slowenien zugunsten der Minderheit anbelangt.

Eine weitere wichtige Gesprächspartnerin war die Staatssekretärin im Amt der Regierung der Republik Slowenien für Slowenen im Ausland, Staatssekretärin Dr. Helene Jaklitsch. Sie bekleidete von 2020 bis 2022 das Amt der Ministerin für die Beziehungen zwischen Slowenien und den im Ausland lebenden Slowenen. Frau Staatssekretärin Dr. Jaklitsch gehört der Gemeinschaft der Gottscheer in Slowenien an und bekennt sich bewusst zu ihrer Gottscheer Abstammung.

Mit Frau Staatsekretärin Dr. Jaklitsch konnten konstruktive Ansätze zur Verbesserung der praktischen Lebenssituation der deutschsprachigen Minderheit in Slowenien, vor allem in den Bereichen der kulturellen Identität und dem Erhalt der deutschen und der gottscheerischen Sprache erörtert werden.

Den Abschluss und Höhepunkt der politischen Gespräche in Laibach/Ljubljana bildete eine Zusammenkunft mit ehemaligen Ministerpräsident und Außenminister Lojze Peterle, der auch Mitglied des Europäischen Parlamentes gewesen ist.

Auch hierbei wurde sehr konstruktiv die Lage der deutschsprachigen Minderheit in Slowenien und deren Verbesserung, aber auch derStand und die Perspektiven  der Beziehungen zwischen Slowenien, Deutschland und Österreich erörtert.

Neben der Gemeinschaft der Steirer in Marburg/Maribor besuchten die Vertreter der Stiftung Verbundenheit auch das Kulturzentrum des Gottscheer Altsiedlervereins in Krapflern/Obcice, wo Koschyk und Duda sehr herzlich von deren Obmann Primoz Primec und dem Ehrenobmann Hans Jaklitsch sowie einem Trachtenpaar und einem Musiker der Jugendgruppe empfangen wurden.

Primec und Jaklitsch berichteten von der eindrucksvollen Entwicklung dieses Vereins, seines Kulturzentrums sowie der erst vor zwei Jahren gegründeten Kinder- und Jugendgruppe. Das mit Förderung des in diesem Jahr verstärkten Sommerlagers zur Stärkung der deutschen Sprache war ein voller Erfolg. Aber auch von  anderen Kulturprojekten berichteten die Vereinsvertreter. Koschyk und Duda sehen vor allem in der Jugend-, Kultur- und Spracharbeit des Gottscheer Altsiedlervereins noch viel Entwicklungspotential.

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