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Datum
15.10.2026
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Stiftung Verbundenheit präsentiert englischsprachige Publikation und Ausstellung zum deutsch-amerikanischen Kulturerbe in den USA

Die Stiftung Verbundenheit hat gemeinsam mit dem Bayerischen Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR) die neue englischsprachige Publikation „German Cultural Heritage in the United States: Volga Germans, Black Sea Germans, and Mennonites“ veröffentlicht. Das von Prof. Dr. Olga Litzenberger konzipierte Werk widmet sich der Geschichte, Kultur und Gegenwart deutschstämmiger Gemeinschaften in den Vereinigten Staaten und leistet einen wichtigen Beitrag zur transatlantischen Vernetzung in der Kultur- und Erinnerungsarbeit.

Die Publikation entstand in enger Zusammenarbeit mit nordamerikanischen Wissenschaftlern. Zu den Autorinnen und Autoren gehören Mitglieder des Vorstands der American Historical Society of Germans from Russia (AHSGR): Prof. Dr. Olga Litzenberger (Nürnberg), Prof. Dr. Michael R. Brown (University of Wyoming), Prof. Dr. Eric J. Schmaltz (Northwestern Oklahoma State University) sowie Wayne Garman (Texas State University). Damit stärkt das Projekt zugleich die wissenschaftliche Vernetzung der Stiftung Verbundenheit mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen in den USA.

Das Buch stellt mehr als 50 Museen, Archive, Forschungszentren und zivilgesellschaftliche Organisationen vor, die sich der Bewahrung und Vermittlung des deutschen Kulturerbes in den Vereinigten Staaten widmen. Darüber hinaus behandelt die Publikation die Geschichte der Wolgadeutschen, Schwarzmeerdeutschen und Mennoniten, ihre Migration und Ansiedlung in Nordamerika, ihre kulturellen und religiösen Traditionen sowie ihr materielles Kulturerbe im städtischen und ländlichen Raum.

Hier können Sie die englischsprachige Broschüre online lesen.

Die Wolgadeutschen, Schwarzmeerdeutschen und Mennoniten aus dem Russischen Reich bilden einen besonderen Teil der deutschen Einwanderungsgeschichte in den USA. Ihre Vorfahren wanderten seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nach Nordamerika aus. Viele ihrer Nachfahren engagieren sich heute in Organisationen wie der American Historical Society of Germans from Russia (AHSGR) und der Germans from Russia Heritage Society (GRHS) sowie in Zusammenarbeit mit der Germans from Russia Heritage Collection (GRHC) an der North Dakota State University für die Bewahrung ihres kulturellen Erbes.

Die Publikation wurde zahlreichen wissenschaftlichen, kulturellen und kommunalen Einrichtungen in den USA übergeben. Exemplare erhielten unter anderem die Germans from Russia Heritage Collection an der North Dakota State University sowie die Germans from Russia Heritage Society. Darüber hinaus wurde das Buch regionalen Museen und Einrichtungen zur Bewahrung des kulturellen Erbes überreicht, darunter dem McIntosh County Heritage Center in Ashley, dem North Dakota Heritage Center in Bismarck und der Welk Homestead State Historic Site. Auch das Emmons County Courthouse erhielt ein Exemplar.

Besondere Aufmerksamkeit galt historischen Orten, die eng mit der Ansiedlung von Schwarzmeer- und Bessarabiendeutschen in North Dakota verbunden sind. Das Buch wurde daher auch in den katholischen Kirchengemeinden von Strasburg und Hague vorgestellt, die bis heute eine bedeutende Rolle für die Erinnerungskultur der deutschen Einwanderergemeinschaften in der Region spielen.

Die Präsentationen in North Dakota wurden von Prof. Dr. Olga Litzenberger durchgeführt. Sie ist Mitglied des Fachbeirats Kunst – Kultur – Wissenschaft der Stiftung Verbundenheit sowie Autorin der Publikation. Die Veröffentlichung der englischsprachigen Ausgabe und ihre Verbreitung in den USA tragen dazu bei, die Geschichte deutscher Einwanderer zu vermitteln und die Beziehungen zu den Institutionen zu pflegen, die dieses kulturelle Erbe bewahren und erforschen.

Begleitend zur Publikation entstand eine zweisprachige Wanderausstellung in deutscher und englischer Sprache. Die Konzeption und die Ausstellungstexte wurden ebenfalls von Prof. Dr. Olga Litzenberger erarbeitet. Die Ausstellung vermittelt die Geschichte der Wolgadeutschen, Schwarzmeerdeutschen, Mennoniten und weiterer deutschstämmiger Gemeinschaften in Nordamerika und macht deren kulturelles Erbe einer breiten Öffentlichkeit zugänglich.

Die deutschsprachige Vorstellung der Publikation und Ausstellung ist im Bayerischen Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR) in Nürnberg vorgesehen. Eine gesonderte Einladung folgt. Interessierte sind herzlich eingeladen, sich über die Geschichte der deutschen Einwanderung nach Nordamerika und die aktuellen Perspektiven transatlantischer Zusammenarbeit zu informieren.

Die Stiftung Verbundenheit dankt Prof. Dr. Olga Litzenberger sowie allen amerikanischen Partnern für ihre Unterstützung und ihr Engagement bei der Bewahrung und Vermittlung des gemeinsamen deutsch-amerikanischen Kulturerbes.

Ein weiterer Dank gilt dem Freistaat Bayern für die Unterstützung des Projekts. Besonders dankt die Stiftung Josef Zellmeier, MdL (CSU), Vorsitzendem des Ausschusses für Staatshaushalt und Finanzfragen sowie Vorsitzendem der Arbeitsgruppe Vertriebene, Aussiedler und Partnerschaftsbeziehungen, und Bernhard Pohl, MdL (Freie Wähler), stellvertretendem Vorsitzenden des Ausschusses für Staatshaushalt und Finanzfragen und Sprecher für Vertriebenenpolitik, für ihre kontinuierliche Unterstützung und ihr großes Interesse an den Projekten der Stiftung. Ebenso gilt der Dank Stefan Frühbeißer, MdL (Freie Wähler), der sich zugleich als Mitglied des Kuratoriums nachhaltig für die Arbeit der Stiftung Verbundenheit engagiert.

Ein herzlicher Dank gilt außerdem der Dr. Kurt Linster Stiftung für die Förderung und Unterstützung des Projekts. Mit ihrem Engagement trägt sie zur Bewahrung und Vermittlung des gemeinsamen deutsch-amerikanischen Kulturerbes sowie zur internationalen Vernetzung zwischen den Nachfahren deutscher Auswanderer und ihren Herkunftsregionen bei.

Durch die Unterstützung dieser Partner können wichtige Impulse für die Erforschung, Bewahrung und Weitergabe der Geschichte der Wolgadeutschen, Schwarzmeerdeutschen und Mennoniten sowie weiterer deutscher Einwanderergruppen in den Vereinigten Staaten gesetzt werden. Gleichzeitig wird der transatlantische Austausch zwischen Wissenschaft, Kulturinstitutionen und zivilgesellschaftlichen Akteuren gestärkt.

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