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Datum
12.10.2026
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Ungarndeutsche Kultur zu Gast im Haus der Heimat in Nürnberg

Am 1. Oktober 2026 stand das Haus der Heimat in Nürnberg im Zeichen der deutschen Minderheit in Ungarn. Unter dem Titel „Die deutsche Minderheit in Ungarn stellt sich vor“ hatte die Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland zu einem Kultur- und Begegnungsabend eingeladen. Im Mittelpunkt standen die Sprache, die Traditionen und das kulturelle Leben der Ungarndeutschen. Mit traditionellen Tänzen aus Pécs/Fünfkirchen, den musikalischen Beiträgen der Kapelle „Schnaps“ und Mundartvorträgen erhielten die Gäste unterschiedliche Zugänge zu einer Gemeinschaft, deren kulturelle Verbundenheit mit Deutschland an diesem Abend unmittelbar erfahrbar wurde.

Die Veranstaltung gehörte zum Projekt „Deutsche Minderheiten stellen sich in Bayern vor“. Mit dieser Reihe verfolgte die Stiftung Verbundenheit das Ziel, deutsche Minderheiten einem Publikum in Bayern näherzubringen und persönliche Begegnungen zu ermöglichen. Der Nürnberger Abend führte diesen Ansatz anhand der ungarndeutschen Gemeinschaft fort. Er bot einen Rahmen, in dem kulturelle Beiträge und die Vorstellung der Minderheit zusammenkamen. Dabei erhielten die Mitwirkenden aus Ungarn die Gelegenheit, ihre Gemeinschaft selbst zu präsentieren und ihren Traditionen vor einem Publikum in Deutschland Ausdruck zu verleihen.

Das Projekt knüpfte an die bisherigen Online-Veranstaltungen der Stiftung an. Die dort vermittelten Inhalte und entstandenen Kontakte sollten durch Veranstaltungen vor Ort vertieft werden. In Nürnberg erhielt dieser Gedanke eine konkrete Form: Die deutsche Minderheit in Ungarn wurde durch ihre Vertreter und durch kulturelle Darbietungen vorgestellt. Das Veranstaltungsformat eröffnete damit einen persönlichen Zugang zu Themen, die zuvor auch im digitalen Austausch behandelt worden waren. Die Begegnung vor Ort ergänzte die Informationsvermittlung um das gemeinsame Erleben von Sprache, Tanz und Musik.

Hartmut Koschyk, Vorsitzender des Stiftungsrats der Stiftung Verbundenheit, begrüßte die Anwesenden. Anschließend stellte Ibolya Hock-Englender, Vorsitzende der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen, die Gemeinschaft vor. Ihr Beitrag gab Einblicke in deren Gegenwart, Aufgaben und Zukunft. Damit erhielt das kulturelle Programm einen inhaltlichen Rahmen. Die Gäste konnten die anschließend präsentierten Ausdrucksformen im Zusammenhang mit dem heutigen Leben der Minderheit betrachten. Die Vorstellung durch ihre Vorsitzende gab der Gemeinschaft dabei eine eigene Stimme und ergänzte die künstlerischen Beiträge um ihre institutionelle Perspektive.

Auch Joschi Ament, Bundesvorsitzender der Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn, Werner Henning, Vorstandsvorsitzender des Hauses der Heimat e. V., und Dr. Petra Loibl, MdL, Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für Aussiedler und Vertriebene, richteten Worte an die Anwesenden. Ihre Mitwirkung brachte unterschiedliche institutionelle Bezüge in den Abend ein. Neben der Vertretung der Ungarndeutschen waren damit auch die Landsmannschaft, das gastgebende Haus und die bayerische Landespolitik im Programm vertreten.

Die Verbindung zwischen der Vorstellung der Gemeinschaft und ihren kulturellen Beiträgen prägte den Aufbau der Veranstaltung. Die Ungarndeutschen konnten sich sowohl durch Worte als auch durch künstlerische Ausdrucksformen präsentieren. Dadurch entstand ein Zugang, der Informationen über die Minderheit mit konkreten Beispielen aus ihrer Kultur verband. Die Gäste begegneten dem Thema auf mehreren Ebenen: Sie hörten von der Gemeinschaft, sahen ihre Tänze und erlebten ihre Musik und Mundart. Diese Verbindung verlieh dem Veranstaltungstitel einen anschaulichen Inhalt.

Einen wesentlichen Teil des Programms bildeten die traditionellen Tänze aus Pécs/Fünfkirchen. Das Tanzensemble „Fünfkirchen“ präsentierte ungarndeutsche Tanztraditionen und machte damit einen sichtbaren Teil des kulturellen Erbes zugänglich. In den Darbietungen trat das gemeinsame Ausüben von Kultur in den Vordergrund. Die Tänze ergänzten die sprachlichen und musikalischen Beiträge um Bewegung und gemeinschaftlichen Ausdruck. So erhielten die Gäste einen Eindruck davon, wie Traditionen in einer Aufführung Gestalt annahmen und außerhalb ihres vertrauten örtlichen Umfelds vorgestellt werden konnten.

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Der Auftritt der Tanzgruppe verdeutlichte zugleich den besonderen Zugang, den eine Veranstaltung vor Ort eröffnete. Die Gäste konnten die Darbietungen unmittelbar verfolgen und das Zusammenspiel innerhalb der Gruppe wahrnehmen. Der Tanz stellte dabei eine Form der kulturellen Vermittlung dar, die über eine rein sprachliche Erklärung hinausging. Er machte einen Ausschnitt ungarndeutscher Tradition sichtbar, ohne dass die Besucher dafür bereits umfassende Kenntnisse über die Minderheit mitbringen mussten. Auf diese Weise erhielt das Programm einen anschaulichen Zugang zur kulturellen Vielfalt der Gemeinschaft.

Die Musikkapelle „Schnaps“ gestaltete den Abend musikalisch mit. Ihre Beiträge ergänzten die Tanzdarbietungen und brachten eine weitere Ausdrucksform der ungarndeutschen Kultur nach Nürnberg. Musik erhielt im Programm einen eigenen Platz und verband sich zugleich mit dem Gesamtbild des Abends. Neben den Informationen über die Gemeinschaft und den gesprochenen Mundartbeiträgen konnten die Gäste ihre Kultur auch hörend kennenlernen. Die musikalische Mitwirkung zeigte damit, wie unterschiedlich die Zugänge zu demselben kulturellen Zusammenhang ausfielen und wie sie sich innerhalb einer Veranstaltung ergänzten.

Im Zusammenspiel von Tanz und Musik wurde die Bedeutung des gemeinsamen kulturellen Handelns anschaulich. Die Mitwirkenden präsentierten Ausdrucksformen, die durch ihre Aufführung einen unmittelbaren Bezug zur Gegenwart erhielten. Das kulturelle Erbe begegnete dem Publikum in der Tätigkeit der Menschen, die es vorstellten. Diese Perspektive gab dem Abend einen persönlichen Charakter: Hinter den Programmpunkten standen konkrete Mitwirkende, deren Darbietungen die Veranstaltung trugen. Ihre Präsenz machte die Vorstellung der Minderheit greifbar und gab dem Publikum Gelegenheit, Kultur in ihrer ausgeübten Form kennenzulernen.

Besondere Aufmerksamkeit galt auch den Mundartbeiträgen. Lena Virth, Lara Schiebelhut, Henrik Heil und Richard Heil präsentierten die sprachliche Seite der ungarndeutschen Kultur. Ihre Vorträge ergänzten das Programm um den Klang und die Ausdrucksmöglichkeiten der Mundart. Damit rückte ein Bereich in den Mittelpunkt, der eng mit dem Thema des Abends verbunden war. Die deutsche Sprache wurde in einer regional geprägten Form hörbar. Für die Veranstaltung entstand daraus ein weiterer Zugang zur kulturellen Eigenständigkeit der Ungarndeutschen und zu der Vielfalt, die innerhalb deutscher Sprachtraditionen zum Ausdruck kam.

Die Mundartbeiträge verliehen dem Thema Sprache eine konkrete Form. Die Gäste konnten die vorgetragenen Worte in ihrem Klang erleben und die sprachliche Gestaltung unmittelbar verfolgen. Dadurch erhielt die Vorstellung der Minderheit eine zusätzliche persönliche Ebene. Die Sprache wurde von einzelnen Mitwirkenden getragen und vor dem Publikum verwendet. Im Zusammenhang mit den Tänzen und der Musik zeigte sich eine weitere Facette des kulturellen Programms. Jede dieser Ausdrucksformen setzte einen eigenen Schwerpunkt und trug auf ihre Weise zum Gesamtbild des Abends bei.

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Mit den Beiträgen aus Pécs/Fünfkirchen erhielt der Abend außerdem einen konkreten örtlichen Bezug. Die kulturellen Darbietungen standen für einen Ausschnitt des ungarndeutschen Lebens und wurden durch die jeweiligen Mitwirkenden vermittelt. In Nürnberg konnten diese Ausdrucksformen einem Publikum außerhalb ihres Herkunftsumfelds vorgestellt werden. Der Veranstaltungsrahmen machte damit sichtbar, wie kulturelle Präsentation über Landesgrenzen hinweg funktionierte: Menschen kamen zusammen, stellten ihre Gemeinschaft vor und eröffneten durch ihre Beiträge einen Zugang zu deren Traditionen. Die Begegnung erhielt dadurch einen praktischen und persönlichen Inhalt.

Die Stiftung Verbundenheit wollte mit dem Format die kulturelle Identität und das gesellschaftliche Engagement deutscher Minderheiten sichtbar machen. Die Nürnberger Veranstaltung gab der ungarndeutschen Gemeinschaft dafür Raum und verband ihre Vorstellung mit konkreten kulturellen Beiträgen.

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Der Titel „Die deutsche Minderheit in Ungarn stellt sich vor“ beschrieb diesen Ansatz treffend. Die Gemeinschaft wurde durch ihre Vertreter und Mitwirkenden selbst präsentiert. Ihre Beiträge bestimmten das Bild, das an diesem Abend vermittelt wurde. Die Veranstaltung gab ihnen Gelegenheit, Sprache und Traditionen außerhalb Ungarns vorzustellen und zugleich ihre Verbundenheit mit Partnern in Deutschland auszudrücken. Für das Publikum entstand dadurch ein Zugang über konkrete Personen und Darbietungen. Die Vorstellung der Minderheit gewann ihre Anschaulichkeit aus dem, was die Mitwirkenden selbst einbrachten.

Im Anschluss an das Programm konnten die Gäste Spezialitäten aus Ungarn genießen. Dieser kulinarische Teil ergänzte die kulturelle Vorstellung um einen weiteren Zugang. Nach den kulturellen Beiträgen erhielt der Abend damit auch einen Rahmen für das gemeinsame Beisammensein. Die Speisen fügten sich in das Veranstaltungskonzept ein und erweiterten die Begegnung um eine alltagsnahe Seite. Neben Sprache, Tanz und Musik gehörte so auch das gemeinsame Genießen zum Abend, mit dem die Stiftung die ungarndeutsche Gemeinschaft in Nürnberg vorgestellt hatte.

Die Veranstaltung verband insgesamt mehrere Formen der Vermittlung miteinander. Die Vorstellung durch die Vertreter der Gemeinschaft lieferte Informationen, während die kulturellen Beiträge unterschiedliche Ausdrucksformen zugänglich machten. Der kulinarische Abschluss ergänzte diese Eindrücke. Für die Gäste ergab sich daraus ein Programm, das sich dem Thema aus verschiedenen Richtungen näherte. Die Minderheit wurde als Gemeinschaft mit eigenen Stimmen und kulturellen Beiträgen vorgestellt. Dadurch erhielt die Begegnung einen Zusammenhang, der die einzelnen Programmpunkte miteinander verband und den Gästen verschiedene Möglichkeiten zur Annäherung eröffnete.

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Realisiert wurde das Projekt mit finanzieller Unterstützung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales sowie der Raiffeisen/Schulze-Delitzsch Stiftung Bayerischer Genossenschaften. Diese Förderung unterstützte die Umsetzung des Veranstaltungsformats und damit die Möglichkeit, deutsche Minderheiten in Bayern persönlich vorzustellen. Im Nürnberger Abend erhielt der Projektgedanke eine konkrete Ausgestaltung. Die institutionelle Vorstellung und die Darbietungen der Mitwirkenden kamen in einer gemeinsamen Veranstaltung zusammen. Die Unterstützung bildete dabei einen Bestandteil der Zusammenarbeit, auf deren Grundlage das Projekt durchgeführt wurde.

Der Dank der Stiftung Verbundenheit galt den Förderern, dem Haus der Heimat sowie allen Mitwirkenden und Helfenden. Die Vertreter der Gemeinschaft, die Tanzgruppe, die Musikkapelle und die Vortragenden hatten den Abend mit ihren jeweiligen Beiträgen gestaltet. Ebenso galt der Dank den Gästen, die der Einladung nach Nürnberg gefolgt waren. Durch das Zusammenkommen dieser Beteiligten konnte die deutsche Minderheit in Ungarn in einem gemeinsamen Veranstaltungsrahmen vorgestellt werden.

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Mit dem Kultur- und Begegnungsabend am 1. Oktober 2026 setzte die Stiftung Verbundenheit ihr Anliegen um, deutsche Minderheiten durch persönliche Veranstaltungen in Bayern sichtbar zu machen. Die Ungarndeutschen erhielten im Haus der Heimat eine Gelegenheit, ihre Gemeinschaft und ihre kulturellen Ausdrucksformen vorzustellen. Die Beiträge aus Pécs/Fünfkirchen, die Musik und die Mundartvorträge gaben dem Abend seinen konkreten Inhalt. Im Rückblick stand damit eine Begegnung, die Informationen über die Minderheit mit dem unmittelbaren Erleben ihrer Kultur verbunden hatte.

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