Das Forschungszentrum der Deutschen Minderheit in Polen veranstaltet derzeit gemeinsam mit dem Sorbischen Institut eine wissenschaftliche Konferenz. Sie findet am 23. und 24. September 2026 im Hotel Diament in Hindenburg/Zabrze statt.
Die Konferenz befasst sich mit der Politik gegenüber nationalen, ethnischen und sprachlichen Minderheiten in Mittel- und Osteuropa zwischen 1945 und 1990. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Minderheiten unter den damaligen autoritären Regimen lebten und welche Folgen staatliche Kontrolle und Assimilationspolitik für sie hatten.
Ein Schwerpunkt liegt auf der deutschen Minderheit im Nachkriegspolen. Am Beispiel Schlesiens sowie Ermlands und Masurens wird betrachtet, wie die Geschichte und Kultur der dortigen deutschen Gemeinschaften aus dem öffentlichen Bewusstsein gedrängt wurden. Die Konferenz richtet den Blick auch auf andere Minderheiten im Ostblock, deren sprachliche, kulturelle und politische Möglichkeiten trotz formaler Gleichheitsversprechen eingeschränkt waren.
Die Teilnehmenden diskutieren, wie diese Erfahrungen das heutige Verständnis von Vielfalt, das Verhältnis zwischen Mehrheiten und Minderheiten sowie die Erinnerung an die multikulturelle Geschichte der Region prägen.
Hier lesen Sie einen Artikel des Neuen Wochenblatts zur Konferenz: https://neueswochenblatt.pl/de/konferenz-aufarbeitung-der-geschichte-in-hindenburg/


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