Workshopreihe stärkt den Dialog zwischen den Generationender Jeckes in Israel
Im Rahmen der Zusammenarbeit zwischen dem Irgun Olei Merkaz Europa und der Stiftung Verbundenheit fanden in Israel zwei intergenerationelle Seminare mit unterschiedlichen Altersgruppen statt. Ziel war es, Perspektiven, Herausforderungen und Zukunftsideen der verschiedenen Generationen der Jeckes in einen direkten Austausch zu bringen und gemeinsam neue Projekte zu entwickeln.
Austausch mit der Generation 50+
Das erste Seminar fand im Kibbuz Sdot Yam statt und brachte rund 40 Angehörige der dritten Generation der Jeckes im Alter von 50 Jahren und älter zusammen. Die Teilnehmenden reisten aus Tel Aviv, Jerusalem, Haifa sowie weiteren Orten Nordisraels an.
Zum Auftakt besuchte die Gruppe das Anna-Szenes-Haus, das andie jüdisch-ungarische Schriftstellerin und Widerstandskämpferin Hannah Senesh erinnert. Im anschließenden zweistündigen Workshop standen die Fragen im Mittelpunkt, welche Themen die Generation 50+ besonders bewegen und welche Herausforderungen sie für die Zukunft der Gemeinschaft sieht.
Der Workshop wurde von Hauptgeschäftsführer Dr. Marco Just Quiles und der Projektmanagerin des Irgun, Shelly Hillel, geleitet. Dabei wurden auch die bisherigen Erfolge der Zusammenarbeit zwischen Irgun und Stiftung Verbundenheit vorgestellt sowie erste Projektideen für das Jahr 2027präsentiert. Zudem stellte sich die neue Israel-Koordinatorin der Stiftung, Frauke Berg, den Teilnehmenden vor.
Besonders wertvoll war das direkte Feedback der Mitgliederdes Irgun, das wichtige Impulse für die weitere Projektentwicklung lieferte.
Junge Generation entwickelt Ideen für die Zukunft
Das zweite Seminar richtete sich an die junge Generation der Jeckes. 15 Studierende, die als Stipendiatinnen und Stipendiaten vom Irgun gefördert werden, kamen zu einem intensiven Workshop zusammen. Die Stipendienförderung des Irgun ist dabei mit einem besonderen Engagement für die Gemeinschaft verbunden.
Im Mittelpunkt standen Fragen nach den Motiven für ein Engagement im Irgun, den Erwartungen junger Menschen an die Gemeinschaft sowie Themen der Identität und des Deutschlandbezugs junger Israelis mit Jeckes-Hintergrund.
Unter der Leitung von Dr. Marco Just Quiles, Werner Sonne und Frauke Berg sowie mit Unterstützung von Shelly Hillel und Leora Shoham Peters arbeiteten die Teilnehmenden in Gesprächskreisen und Gruppenarbeiten an konkreten Zukunftsideen. Dabei entstanden fünf Projektvorschläge, von denen mehrere bereits im kommenden Jahr umgesetzt werden sollen.
Erfolgreiches neues Format
Beide Seminare haben die große Bedeutung des direkten Austauschs mit den unterschiedlichen Generationen der Jeckes deutlich gemacht Die Teilnehmenden zeigten sich dankbar für die Zusammenarbeit zwischen Irgun und Stiftung Verbundenheit und brachten zahlreiche Anregungen für die künftige Arbeit ein.
Die Bildung altersbezogener Peer-Gruppen und die Durchführung speziell zugeschnittener Seminare stellen eine Neuerung innerhalb der Kooperation dar. Das Format hat sich im Laufe des Jahres als besonders hilfreich erwiesen, um die Bedürfnisse und Perspektiven der verschiedenen Generationen gezielt sichtbar zu machen und in die gemeinsame Projektarbeit einzubringen.
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