Mit den Klick auf "Alle akzeptieren", sind Sie damit einverstanden, dass wir Cookies (auch von Drittanbietern) auf Ihrem Gerät speichern, um das Nutzererlebnis für Sie zu verbessern und für Marketingzwecke Ihre Seitennutzung aufzeichnen. Weiter Informationen finden Sie hier:
Datenschutzerklärung | Impressum
Datum
25.3.2026
Autor

Arbeitsgespräch der Stiftung Verbundenheit mit der Deutschen Minderheit in der Ukraine

Die Stiftung Verbundenheit unterstützt weiterhin aktiv die deutsche Minderheit in der Ukraine bei der Umsetzung von Fördermaßnahmen aus Mitteln des Bundesministeriums des Innern. In diesem Zusammenhang fand ein ausführliches Arbeitsgespräch in Form einer Videokonferenz mit Vertreterinnen und Vertretern der Minderheit statt.

An der Besprechung nahmen aus der Ukraine unter anderem Wladimir Leysle (Kiew), Vorsitzender des Rates der Deutschen der Ukraine, Jurij Rjabokon (Odessa), Direktor der Gesellschaft für Entwicklung, Julia Tayps, Vizebürgermeisterin von Mukatschewo und Leiterin der „Deutschen Jugend in Transkarpatien“, Alexander Schlamp, Honorarkonsul der Bundesrepublik Deutschland und Leiter des Deutschen Hauses in Czernowitz, sowie Tetjana Melnyk (Mykolajiw) und Olha Tybor (Lutzk) teil. Seitens der Stiftung Verbundenheit beteiligten sich der Stiftungsratsvorsitzende Hartmut Koschyk, Geschäftsführer und Programmleiter Sebastian Machnitzke sowie die Projektkoordinatorin Monika Ambach.

Im Mittelpunkt des konstruktiven Austauschs stand die aktuelle Situation der deutschen Minderheit, die seit Beginn des russischen Angriffskrieges vor rund vier Jahren unter erheblichen Belastungen arbeitet. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen bemüht sich die Minderheit weiterhin um die Pflege internationaler Kontakte. Als positives Beispiel wurde die kürzlich geschlossene Städtepartnerschaft zwischen Mukatschewo und Bamberg hervorgehoben. In diesem Zusammenhang ist auch die Einrichtung eines sogenannten „Bamberg-Zimmers“ auf der Burg in Mukatschewo geplant, um die historische Verbindung zu Deutschland und die Geschichte der Schönbornfranken sichtbar zumachen.

Ein weiterer Schwerpunkt war die erfolgreiche Entwicklung des Deutschen Hauses in Mukatschewo, das sich zu einem wichtigen Begegnungszentrum für die deutsche Minderheit in Transkarpatien entwickelt hat. Besonders hervorgehoben wurde die Installation einer Solaranlage, die während eines größeren Stromausfalls im Januar die kontinuierliche Arbeit vor Ort sicherstellen konnte. Einigkeit bestand darüber, dass funktionierende Gemeinschaften auch geeignete Treffpunkte benötigen. Daher wurde betont, bereits jetzt Konzepte für die Zeit nach dem Krieg zu entwickeln.

Aus der Region Wolhynien wurde berichtet, dass sich die Lage derzeit stabiler darstellt. Dennoch stellen insbesondere Lebensmittelpakete für ältere Menschen eine wichtige Unterstützung dar. In den Städten Kiew und Odessa bleibt die Arbeit aufgrund des Kriegszustands erschwert. Auch hier leisten jedoch durch Fördermittel bereitgestellte Powerstations und Energiespeicher einen wichtigen Beitrag zur Aufrechterhaltung der Aktivitäten. In allen Regionen wird weiterhin versucht, Kultur- und Sprachprojekte umzusetzen, um das Gemeinschaftsleben aufrechtzuerhalten und zu stärken.

Zudem wurde das Projekt „Lieder der Heimat“ der Stiftung Verbundenheit thematisiert, wonach in diesem Jahr eine im Rahmen einer „Musikalischen Reise durch die deutschen Siedlungsgebiete in der Ukraine“ Liedgut der deutschen Minderheit aus der Ukraine neu aufgelegt werden soll.

Abschließend bedankten sich alle Teilnehmenden für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Die Stiftung Verbundenheit bekräftigte erneut ihre Unterstützung für die Vertreterinnen und Vertreter der Minderheit in dieser herausfordernden Zeit und sicherte zu, die Organisationen weiterhin intensiv beratend zu begleiten.

 

Unterstützen Sie die Stiftung Verbundenheit

Mit Ihrer Spende unterstützen Sie ausgewählte humanitäre und kulturelle Stiftungsprojekte weltweit. Werden Sie Teil unseres Spenderkreises und erhalten Sie exklusive Einblicke und Angebote.
Unterstützer werden