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Datum
22.5.2026
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Die deutschsprachige Gemeinschaft in den USA: Gegenwart und Zukunftsperspektiven 

Die Stiftung Verbundenheit widmete sich in einer Online‑Diskussion der Situation der deutschsprachigen Gemeinschaft in den Vereinigten Staaten und beleuchtete deren aktuelle Herausforderungen sowie zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten. 

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, wie sich die deutschsprachige Gemeinschaft in den USA heute darstellt, welche historischen Prägungen sie kennzeichnet und welche Perspektiven sich für die kommenden Jahre ergeben. Unter der Moderation von Dr. Just Quiles, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Verbundenheit, kamen Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Bildung, Kultur und Wissenschaft zusammen, um unterschiedliche Blickwinkel auf Sprache, Identität und transatlantische Beziehungen einzubringen. 

Mit einem Grußwort eröffnete Stephan Mayer, MdB, Mitglied des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestages und des Stiftungsrates der Stiftung Verbundenheit, die Diskussion. Er betonte die Bedeutung deutschsprachiger Gemeinschaften im Ausland als wichtige Mittler zwischen Deutschland und den jeweiligen Gastländern.

In der ersten Gesprächsrunde wurde die gegenwärtige Situation der deutschsprachigen Gemeinschaft in den USA thematisiert. Dr. Ute Eisele, Gründerin und Leiterin der Deutschen Samstagsschule Houston, stellte das Modell der Samstagsschulen vor, die Sprach‑ und Kulturvermittlung außerhalb des regulären Schulbetriebs ermöglichen. Katja Sipple, Geschäftsführerin der German-American Heritage Foundation and Museum, erläuterte die heutige Bedeutung des Begriffs German-American sowie Fragen der Identifikation mit deutschen Wurzeln. Louisa Kupfer, Alumna einer deutschen Samstagsschule, schilderte die Rolle der deutschen Sprache für ihren persönlichen und beruflichen Werdegang. Prof. Dr. Bernhard Seliger, Leiter des Büros der Hanns-Seidel-Stiftung in Washington, D. C., ging auf die außen‑ und kulturpolitische Relevanz der zahlreichen US‑Amerikanerinnen und ‑Amerikaner mit deutschen Wurzeln ein. Dr. Stefanie Mischner, Präsidentin der German Language School Conference (GLSC), gab einen Überblick über die Struktur und Organisation der deutsch‑amerikanischen Vereins‑ und Schullandschaft. 

Die zweite Gesprächsrunde widmete sich der Geschichte der deutschen Migration in die USA sowie Fragen von Identität und Zugehörigkeit. Dabei wurden historische Einwanderungsbewegungen, regionale Schwerpunkte deutscher Ansiedlung sowie Unterschiede zwischen traditionellen deutsch‑amerikanischen Gemeinschaften und neueren Generationen deutscher Zuwanderer thematisiert. 

In der dritten Gesprächsrunde standen Werte, Sprache und Zukunftsperspektiven im Fokus. Die Diskussionsteilnehmenden unterstrichen die Bedeutung von Bildungs‑ und Kultureinrichtungen bei der Vermittlung sprachlicher und gesellschaftlicher Werte. In diesem Zusammenhang stellte Dr. Stefanie Mischner das Projekt Sprachklub International vor, das von der German Language School Conference (GLSC) gemeinsam mit der Stiftung Verbundenheit umgesetzt wird und neue Formate zur Förderung der deutschen Sprache und zur internationalen Vernetzung junger Menschen entwickelt. 

Als besonderer Höhepunkt erwies sich die Diskussion über die zukünftige Rolle der deutschsprachigen Gemeinschaft in den transatlantischen Beziehungen und ihr Potenzial als kulturelle und gesellschaftliche Brücke zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten. 

Zum Abschluss fasste Stephan Mayer, MdB, die zentralen Ergebnisse der Diskussion zusammen und hob hervor, dass die nachhaltige Unterstützung der Bildungs‑, Kultur‑ und Vereinsstrukturen der deutschsprachigen Gemeinschaft in den USA ein wesentlicher Beitrag zur Stärkung der transatlantischen Beziehungen sei. Die Veranstaltung verdeutlichte die Vielfalt, Leistungsfähigkeit und Zukunftsbedeutung dieser Gemeinschaft.  

Abschließend gilt allen Mitwirkenden ein herzlicher Dank für ihre Beiträge und ihr Engagement. Die Diskussion machte deutlich, wie vielfältig, lebendig und zukunftsorientiert die deutschsprachige Gemeinschaft in den Vereinigten Staaten aufgestellt ist. Zugleich unterstrich die Veranstaltung den Wert des offenen Austauschs und der Vernetzung als Grundlage für eine nachhaltige Stärkung der transatlantischen Beziehungen.  

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