Im Haus des Deutschen Ostens (HDO) in München hat die Veranstaltung der Stiftung Verbundenheit über eine Geschichte stattgefunden, die zugleich eine der tragischsten und hoffnungsvollsten des 20. Jahrhunderts ist: die Geschichte der Jeckes – jener Jüdinnen und Juden mit deutschen Wurzeln, die nach 1933 eine neue Heimat in Israel fanden und dort Sprache, Kultur und Werte mitbrachten, die bis heute nachwirken.
Zu Beginn des Abends der Podiumsdiskussion gaben Werner Sonne, Journalist und Kuratoriumsmitglied der Stiftung Verbundenheit, sowie Dor Glick, Projektmanager Israel der Stiftung und freier Journalist, einen umfassenden Überblick über Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Jeckes-Gemeinschaft. Ihr Beitrag zum Aufbau des Staates Israel – in Wirtschaft, Wissenschaft, Sicherheit und Rechtswesen – war außergewöhnlich. Und ebenso bedeutsam: die Brücken, die diese Gemeinschaft nach der Shoah zwischen Israel und Deutschland neu zu bauen half.
Im anschließenden Gespräch, moderiert von Prof. Dr. Andreas Otto Weber, Direktor des Hauses des Deutschen Ostens, diskutierten Werner Sonne, Dor Glick und Danielle Chaimovitz – jüdische Pädagogin und Community-Builderin, in München lebend – über Erinnerung, Identität und die Frage, was dieses Erbe für die nächste Generation bedeutet.
Besonders erfreulich war die Anwesenheit der stellvertretenden Generalkonsulin Israels in München.
Es war eine überaus interessante und belebende Veranstaltung. Herzlichen Dank an alle Beteiligten – an das Haus des Deutschen Ostens, an Dr. Ludwig Spaenle, Staatsminister a.D. und Beauftragter der Bayerischen Staatsregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, für Erinnerungsarbeit und geschichtliches Erbe, sowie an alle Gäste des Abends.


Wir freuen uns darauf, die Geschichte der Jeckes auch künftig bei spannenden Veranstaltungen weiterzutragen.




