Gespräche mit Botschafter Dieter Lamlé in der Deutschen Botschaft Buenos Aires
Im Rahmen des Besuchs einer Delegation des Bundesministeriums des Innern in Argentinien fanden in der Deutschen Botschaft in Buenos Aires Gespräche mit dem deutschen Botschafter Dieter Lamlé statt. An dem Austausch nahmen der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedler fragen und nationale Minderheiten Dr. Dr. h. c. Bernd Fabritius, der Abteilungsleiter im Bundesministerium des Innern Dr. Lothar Müller, die Referatsleiterin Dr. Franca Fülle, der Hauptgeschäftsführer der Stiftung Verbundenheit Dr. Marco Just Quiles sowie der Leiter der Kulturabteilung der Botschaft Dr. Thomas Konrad teil.

Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die Situation der deutschsprachigen Gemeinschaft in Argentinien. Bundesbeauftragter Bernd Fabritius informierte sich über die Struktur der Gemeinschaft, die besondere Rolle der wolgadeutschen Nachfahren sowie über die Zusammenarbeit der Botschaft mit der Stiftung Verbundenheit und den deutsch-argentinischen Vereinen.
Botschafter Dieter Lamlé stellte zudem eines der wichtigsten Kulturprojekte der Deutschen Botschaft der vergangenen Jahre vor: die Feierlichkeiten zu „200 Jahre deutsche Einwanderung nach Argentinien“. Im Rahmen dieses Jubiläums wurden und werden über das gesamte Jahr 2025 sowie teilweise auch 2026 zahlreiche Veranstaltungen und Aktivitäten organisiert. Beteiligt sind unter anderem deutsche Vereine, deutsche Schulen, die Deutsch-Argentinische Industrie- und Handelskammer sowie die Stiftung Verbundenheit. Auch die Bürgerdiplomatie-Initiative #JungesNetzwerk der Stiftung gehört zu den zentralen Partnern dieses Projekts.
In den Gesprächen wurde hervorgehoben, dass sich die Stiftung Verbundenheit in den vergangenen fünf Jahren in enger und vertrauensvoller Zusammenarbeit mit der Deutschen Botschaft der Verjüngung, Modernisierung und stärkeren Vernetzung der deutschsprachigen Vereinslandschaft in Argentinien gewidmet hat. Mit mehr als 200 deutsch-argentinischen Vereinen stellt diese Gemeinschaft eine der größten und vielfältigsten deutschen Auslandsstrukturen weltweit dar.
Zugleich wurde betont, dass die Stiftung maßgeblich dazu beigetragen hat, den Dachverband der deutsch-argentinischen Vereinigungen (FAAG) als strategischen Partner für die Botschaft weiter zu stärken. Die erzielten Fortschritte bei der Vernetzung der Vereine sowie die Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen den Organisationen seien ein wichtiger Beitrag für die Sichtbarkeit der deutschsprachigen Gemeinschaft in Argentinien.
Ein weiterer Aspekt der Gespräche war die Bedeutung der kulturellen Vielfalt innerhalb der deutschstämmigen Gemeinschaft – etwa der Nachfahren von Wolgadeutschen, Donauschwaben und anderen deutschsprachigen Gruppen. Diese unterschiedlichen historischen Hintergründe würden heute gemeinsam das Profil der deutsch-argentinischen Gemeinschaft prägen und sollten auch künftig in ihrer Vielfalt angesprochen und unterstützt werden.
Sowohl die Deutsche Botschaft als auch die Stiftung Verbundenheit sehen die Entwicklung der deutsch-argentinischen Vereinslandschaft als ein erfolgreiches Beispiel für moderne Auswärtige Kultur- und Gesellschaftsarbeit. Die Vereine seien heute aktiver, stärker vernetzt und sichtbarer als in früheren Jahren – eine Entwicklung, die maßgeblich durch die Zusammenarbeit von Botschaft, Vereinen, FAAG und Stiftung Verbundenheit getragen wird.
Bundesbeauftragter Bernd Fabritius und die weiteren Teilnehmenden waren sich einig, dass die positiven Entwicklungen innerhalb der deutsch-argentinischen Gemeinschaft sowie die traditionell starken Sympathien der argentinischen Gesellschaft gegenüber Deutschland auch künftig unterstützt und weiterentwickelt werden sollten.
Die Stiftung Verbundenheit dankt Botschafter Dieter Lamlé sowie der Deutschen Botschaft in Buenos Aires für den konstruktiven Austauschund die langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit.


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