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(Stand 09.101.2026 15:00 Uhr)
Nach über 25 Jahren intensiver Verhandlungen haben die Mitgliedstaaten der Europäischen Union am 9. Januar 2026 den Weg für das lang erwartete Freihandelsabkommen zwischen der EU und dem südamerikanischen Staatenbund MERCOSUR freigemacht. Die EU-Botschafter der 27 Mitgliedstaaten stimmten mehrheitlich für die Vereinbarung mit Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay. Damit rückt die Schaffung der größten Freihandelszone der Welt mit über 700 Millionen Menschen in greifbare Nähe. Auch Bolivien, das 2024 dem MERCOSUR formell beigetreten ist, wird nach Anpassung nationaler Regelungen schrittweise in die Umsetzung einbezogen.
Das Abkommen soll Zölle und Handelshemmnisse abbauen und den wirtschaftlichen Austausch zwischen beiden Regionen vertiefen. Es gilt auch als Signal für offenen und partnerschaftlichen Handel. Zugleich bleibt es politisch umstritten, vor allem wegen Sorgen europäischer Landwirte über stärkeren Wettbewerbsdruck. Die finale Zustimmung des Europäischen Parlaments steht noch aus.
Für die Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland besitzt das EU-MERCOSUR-Abkommen besondere Bedeutung. Mit Argentinien, Paraguay, Uruguay und Bolivien liegen vier Partnerländer des Lateinamerikaprojekts der Stiftung im MERCOSUR-Raum. Das Abkommen wird dort wirtschaftliche, soziale und ökologische Entwicklungen wesentlich beeinflussen – mit Chancen auf mehr Investitionen und Beschäftigung, aber auch mit Herausforderungen für eine nachhaltige Landwirtschaft und den Schutz regionaler Umweltressourcen.
Als Mittlerorganisation zur Förderung deutschsprachiger Gemeinschaften und von Personen mit Interesse an Deutschland arbeitet die Stiftung eng mit den deutsch-lateinamerikanischen Kulturvereinen sowie den Mitgliedern des #JungenNetzwerks zusammen. Diese Partner tragen vor Ort in Südamerika über deutsche Kultur und Sprache zur Vernetzung mit Deutschland bei und stärken damit zugleich den wirtschaftlichen und politischen Dialog zwischen Europa und Lateinamerika. So kann die Stiftung Verbundenheit im Rahmen des EU-MERCOSUR-Abkommens aktiv einen positiven Beitrag in der Region leisten.




