Die Stiftung Verbundenheit ist in ihrem Auftrag des Bundesministeriums des Innern als Mittlerorganisation für die Förderung deutscher Minderheiten in Mittel-und Osteuropa, Russland sowie Zentralasien tätig. In Lateinamerika arbeitet sie an der Einbindung der deutschsprachigen Gemeinschaften in die Auswärtige Kultur und Bildungspolitik. In der Region Oberfranken, in Bayern und Deutschland hat sich die Stiftung Verbundenheit vorgenommen, die deutschen Minderheiten, deutschsprachigen Gemeinschaften in Lateinamerika und weltweit sowie ihre Heimatregionen in der Öffentlichkeit bekannter zu machen.
Die Stiftung Verbundenheit stellt in ihrem Bayreuther Büro eine Fachbibliothek zum Themenfeld der deutschen Minderheiten, deutschsprachigen Gemeinschaften in Lateinamerika und weltweit zur Verfügung. In ihr findet sich ein breiter Buchbestand an Fach- und Sachliteratur zu den Themen der Geschichte, Kultur, Traditionen und Bräuchen der Deutschen im Ausland und ihrer Heimatregionen. Auch aktuelle thematische Literatur zur Sprach-, Medien-,Jugend- und Projektarbeit der deutschen Minderheiten und deutschsprachigen Gemeinschaften und zu Forschungsinhalten sind Teile der Bibliothek.
Als weiteres Element der Bibliothek der Stiftung Verbundenheit gibt es hinzukommend zum bereits Erwähnten ein Archiv der Zeitungen und Zeitschriften der deutschen Minderheiten und deutschsprachigen Gemeinschaften, das sowohl einen Überblick über die aktuellen Themen, Veranstaltungen und Herausforderungen bietet, sondern auch die Möglichkeit im Archiv zu stöbern, um die Entwicklung und Hintergründe der deutschen Minderheiten und deutschsprachigen Gemeinschaften nachvollziehen zu können.
In diesem Kontext möchte sich die Stiftung Verbundenheit für die Neuzugänge in ihrer Bibliothek bedanken und diesen empfehlen.
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Hartmut Koschyk und Vincent Regente (Hrsg.): Vertriebene, (Heimweh-)Touristen und "Neusiedler" in der DDR, C(S)SR und der Volksrepublik Polen
Flucht, Vertreibung und Zwangsmigration prägten nach dem Zweiten Weltkrieg die Lebenswege von Millionen Menschen in Ostmittel- und Osteuropa. Besonders in den Grenzgebieten der DDR, der C(S)SR und der Volksrepublik Polen wirkten diese Erfahrungen lange nach – im Ankommen der Vertriebenen, in staatlich forcierten Integrationspolitiken, aber auch in individuellen Strategien der Anpassung, des Erinnerns und der Abgrenzung.
Der Band „Vertriebene, (Heimweh-)Touristen und ‚Neusiedler‘ in den Grenzgebieten der DDR, C(S)SR und der Volksrepublik Polen“ widmet sich diesen vielschichtigen Prozessen aus interdisziplinärer Perspektive. Im Fokus stehen dabei sowohl politische und administrative Rahmenbedingungen als auch alltagsgeschichtliche Erfahrungen von Vertriebenen, Neusiedlern und zeitweilig Rückkehrenden. Die Beiträge untersuchen Grenzräume als besondere soziale und erinnerungskulturelle Konstellationen, in denen Zwang, Neubeginn und spätere Formen der Heimatreise eng miteinander verwoben waren. Auf der Grundlage neuer Archivfunde, zeitgenössischer Medienanalysen und biografischer Zugänge leistet der Band einen wichtigen Beitrag zur historischen Migrations- und Erinnerungsforschung und eröffnet zugleich vergleichende Perspektiven auf Nachkriegsgesellschaften im östlichen Europa.
Als Teil des Nordost-Archivs ist der Band 35 in diesem Jahr als Titel erschienen und wurde vom Franz-Steiner Verlag herausgegeben.
Die Publikation ist ab sofort in der Fachbibliothek der Stiftung Verbundenheit zu finden, zu lesen und einsehbar.




