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Datum
29.4.2024
Autor
Stiftung Verbundenheit

Stiftung Verbundenheit sieht in der Förderung der deutschen Sprache ein Schwerpunkt- Thema „Fachbeirat für Deutsche Sprache“ hat sich konstituiert

Als Kompetenzzentrum und Mittlerorganisation bildet die Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland ein globales Netzwerk zur Förderung deutscher Minderheiten ,deutschsprachiger Gemeinschaften und an Deutschland interessierter Personen. Parallel dazu ist sie bestrebt, beratende und impulsgebenden Gremien von Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis zu bilden, die für die Stiftungsarbeit relevante Themenbereiche bearbeiten.

Der vom Stiftungsrat der Stiftung Verbundenheit berufene Fachbeirat Deutsche Sprache kam jetzt zu seiner virtuellen Gründungssitzung zusammen. Stiftungsratsvorsitzender Hartmut Koschyk betonte in seinem Grußwort die entscheidende Rolle der deutschen Sprache, die in Mittelosteuropa für die deutschen Minderheiten als Minderheitenmuttersprache, für die deutschsprachigen Gemeinschaften in Nord- und Südamerika als Sprache der Herkunft, aber für viele Menschen in der Welt die Sprache der Wertschätzung und Chancen gelte. Der Stiftungsratsvorsitzender dankte allen Persönlichkeiten, die sich bereit erklärt haben, an der Arbeit des Fachbeirats aktiv mitzuwirken. Die deutsche Sprachförderung stehe vor großen Herausforderungen und sei ein hochaktuelles Thema.

Für die Leitung des Fachbeirats konnte Dr. Olga Martens gewonnen werden, die sich als Spätaussiedlerin mit russlanddeutschen Wurzeln für den Erhalt und Weitergabe von Deutsch als Minderheitensprache einsetzt. Dr. Martens unterstrich die Wichtigkeit des Spracherwerbs innerhalb der Familie und der Schule bzw. ihre einander ergänzende Funktion.

Ins Fachbeirat wurden hervorragende Expertinnen und Experten berufen: Prof. Dr. Gesine Lenore Schiewer, Leiterin des Lehrstuhls für interkulturelle Germanistik an der Universität Bayreuth und Präsidentin der internationalen Gesellschaft für Interkulturelle Germanistik (Deutschland), Prof. Dr. Renate v. Ludanyi, Professorin des Western Connecticut State University und Präsidentin der German Language School Conference in den Vereinigten Staaten (USA), Dr. Liana Regina Iunesch, Universitätsdozentin an der Lucian-Blaga-Universität(Rumänien), Theresia Szauter, Beauftragte des Vorstandes der Gemeinnützigen Stiftung des Ungarndeutschen Bildungszentrums und Mitglied des Bildungsausschusses der LdU (Ungarn), Prof. Dr. Ildikó Erika Stephanie Risse, Professorin an der Fakultät für Bildungswissenschaften der Freien Universität Bozen (Italien, Südtirol), Claudia Knauer, Büchereidirektorin des Verbandes Deutscher Büchereien Nordschleswig (Dänemark), Sybilla Dzumla, die Projektkoordinatorin von Deutsch-AG und Begegnungsstättenarbeit der VdG (Polen), Florencia Agozino, Deutschlehrerin an der Goethe-Schule in Buenos Aires (Argentinien) sowie Luis Bastidas, Wissenschaftler an der Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Bayreuth (Kolumbien).

Dem Beirat werden sich in naher Zukunft noch weitere Persönlichkeiten anschließen. Die Arbeit des Gremiums wird seitens der Stiftung vom stellvertretenden Geschäftsführer Dr. Marco Just Quiles begleitet und von der Projektkoordinatorin Monika Ambach betreut.

Die Fachbeiratsmitglieder schilderten in der konstituierenden Sitzung ihre Einschätzung über die sprachliche Lage in ihren Ländern bzw. in ihren Arbeitsbereichen. Trotz der weiterhin hohen Stellung der deutschen Sprache und der guten Beispiele aus mehreren Ländern muss im Allgemeinen ein Rückgang des Interesses am Erlernen der Sprache festgestellt werden. Dem soll gegengewirkt werden, indem die jeweilige Sprachsituation sowie die Sprachbedürfnisse in den einzelnen Länderbereichen erkundet und Handlungsempfehlungen erarbeitet werden.

Der Fachbeirat für „Deutsche Sprache“ hat den Auftrag ein Konzeptpapier zu entwickeln, welches neben einer Bestandsaufnahme auf die aktuellen Herausforderungen des Sprachlernens eingeht, die Bedürfnisse ermittelt und auch Förderziele aufzeigt. Das Konzept soll im 4. Quartal dieses Jahres im Rahmen einer Tagung in der Rumänischen Botschaft in Berlin vorgestellt werden.

 

Text: Monika Ambach

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