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21.4.2026
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„Heimat – Vertrieben“: Stiftung Verbundenheit bei Abschlussveranstaltung im Niedersächsischen Landtag vertreten

Mit einer feierlichen Abschlussveranstaltung im Forum des Niedersächsischen Landtagesfand der Videowettbewerb „Heimat – Vertrieben“ seinen Höhepunkt. Initiiert wurde der Wettbewerb vom Niedersächsischen Landesbeauftragten für Migration undTeilhabe, Deniz Kurku MdL, gemeinsam mit dem Bund der Vertriebenen (BdV), Landesverband Niedersachsen. Angesprochen waren junge Menschen im Alter von 12 bis 20 Jahren aus ganz Niedersachsen.

Für die Stiftung Verbundenheit nahmen der Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Oliver Junk, die beiden Kuratoriumsmitglieder Werner Sonne und Thomas Kreutzmann sowie der Geschäftsführer der Stiftung, Sebastian Machnitzke, an der Veranstaltung teil.

Insgesamt wurden 27 selbstgedrehte Kurzfilme eingereicht, in denen sich Jugendliche auf sehr persönliche und kreative Weise der Geschichte der Heimatvertriebenen näherten. Die Beiträge reichten von familiären Erinnerungen über Interviews mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen bis hin zu Erinnerungsorten, ausgewählten Gegenständen und Bezügen zu aktuellen Flucht- und Migrationserfahrungen. Die Vielfalt der filmischen Zugänge zeigte eindrucksvoll, wie relevant das Themaauch für nachfolgende Generationen ist.

Die besten Beiträge wurden im Rahmen der Veranstaltung ausgezeichnet. In Grußworten und Beiträgen wurde hervorgehoben, wie wichtig es ist, die Geschichte von Flucht und Vertreibung als Teil der deutschen und europäischen Erinnerungskultur lebendig zu halten und zugleich Brücken zur Gegenwart zu schlagen.

Im Rahmen eines Podiumsgesprächs stellten die beiden Kuratoriumsmitglieder der Stiftung Verbundenheit, Werner Sonne und Thomas Kreutzmann, ihr Buch „Schuld und Leid –1945/2022. Das Trauma von Flucht und Vertreibung“ vor. Darin verbinden die Autoren die historischen Erfahrungen von Flucht und Vertreibung deutscher Heimatvertriebener nach dem Zweiten Weltkrieg mit aktuellen Fluchtbewegungen, insbesondere vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine. Das Buch eröffneteinen differenzierten Blick auf Schuld, Verantwortung und Leid und versteht sich als Beitrag zu einer lebendigen Erinnerungskultur sowie zu einem offenen Dialog mit der jungen Generation. In der anschließenden Diskussion mit den anwesenden Schülerinnen und Schülern sprachen die Autoren über historische Verantwortung, persönliche Erinnerungen und die langfristigen Folgen von Flucht und Vertreibung.

Prof. Dr. Oliver Junk dankte im Namen der Stiftung Verbundenheit ausdrücklich dafür, dass Werner Sonne und Thomas Kreutzmann die Gelegenheit erhalten hatten, ihre Perspektiven und ihre publizistische Arbeit in diesen Rahmen einzubringen. Der direkte Austausch mit jungen Menschen sei von unschätzbarem Wert, um historische Erfahrungen verständlich zu machen und Empathie sowie historisches Bewusstsein zu fördern. Damit unterstrich er zugleich das Engagement der Stiftung für historisches Erinnern, den Dialog zwischen den Generationen und die Auseinandersetzung junger Menschen mit den Themen Flucht, Vertreibung und Heimat.

Die Veranstaltung im Niedersächsischen Landtag setzte insgesamt ein starkes Zeichen für eine lebendige Erinnerungskultur. Sie machte deutlich, dass die Auseinandersetzung mit Flucht und Vertreibung nicht allein der Vergangenheit gilt, sondern auchzur Reflexion gegenwärtiger gesellschaftlicher Herausforderungen beiträgt.

Die Stiftung Verbundenheit sieht ihre Arbeit durch Initiativen wie diesen Wettbewerb bestätigt: Erinnerung, Dialog und die Einbindung junger Generationen sind zentrale Voraussetzungen für ein verantwortungsbewusstes gesellschaftliches Zusammenleben – heute und in Zukunft.

 

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