Mit seiner konstituierenden Sitzung hat der Fachbeirat Kunst-Kultur-Wissenschaft der Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland am 19. August 2026 offiziell seine Arbeit aufgenommen. Unter dem Vorsitz von Vladimir Ham kamen rund 20 Beiratsmitglieder aus Europa und Amerika sowie Vertreter der Stiftung in einer digitalen Sitzung zusammen, um über Herausforderungen, Chancen und Zukunftsperspektiven deutscher Minderheiten und deutschsprachiger Gemeinschaften weltweit zu beraten.

Zu Beginn begrüßten der Ratsvorsitzende der Stiftung Verbundenheit, Hartmut Koschyk, und der Vorsitzende des Fachbeirats Kunst-Kultur-Wissenschaft, Vladimir Ham, die Teilnehmenden. Beide betonten die Bedeutung des neuen Gremiums für die internationale Vernetzung von Kulturschaffenden, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie weiteren Persönlichkeiten aus deutschen Minderheiten und deutschsprachigen Gemeinschaften. Ziel sei es, Fachkompetenzen und Erfahrungen zu bündeln, neue Impulse für die Arbeit der Stiftung zu entwickeln und die Sichtbarkeit deutscher Minderheiten weltweit zu stärken. Moderiert wurde die Sitzung von Jonas Löffler, Teamleiter Deutschsprachige Gemeinschaften der Stiftung Verbundenheit.
Die Mitglieder des Fachbeirats stellten ihre vielfältigen Hintergründe aus Wissenschaft, Musik, Literatur, Kunst, Medien, Kulturmanagement und Minderheitenarbeit vor. Dabei wurden sowohl die hohe Expertise als auch die internationale Breite des Gremiums deutlich, das Fachleute aus zahlreichen Ländern und Gemeinschaften zusammenführt.
Eine Übersicht aller Mitglieder des Fachbeirats Kunst–Kultur–Wissenschaft finden Sie hier.
Im Mittelpunkt der Sitzung stand eine intensive Diskussion über die künftigen Herausforderungen und Chancen deutscher Minderheiten und deutschsprachiger Gemeinschaften im Bereich Kunst, Kultur und Wissenschaft. Die Mitglieder identifizierten insbesondere den technologischen Wandel, die Gewinnung junger Generationen sowie die Bewahrung und zeitgemäße Vermittlung des kulturellen Erbes als zentrale Zukunftsthemen. Zugleich wurde auf die Bedeutung wissenschaftlicher Forschung zur Geschichte und Gegenwart deutscher Minderheiten sowie auf aktuelle geopolitische Entwicklungen und deren Auswirkungen auf die Gemeinschaften hingewiesen.
Breiten Raum nahm zudem die Frage der internationalen Vernetzung ein. Die Mitglieder sprachen sich dafür aus, die Stiftung Verbundenheit und ihr Netzwerk verstärkt als Plattform für Künstlerinnen und Künstler, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie kulturelle Initiativen aus deutschen Minderheiten und deutschsprachigen Gemeinschaften zu nutzen. Angedacht wurden hierfür gemeinsame Publikationen, Ausstellungen, Konzerte, digitale Formate und internationale Begegnungen. Darüber hinaus wurde angeregt, innerhalb des Fachbeirats thematische Arbeitsgruppen z.B. zu Musik, bildender und darstellender Kunst sowie Wissenschaft einzurichten, um konkrete Projekte vorzubereiten und die Zusammenarbeit weiter zu vertiefen.
Zum Abschluss dankten Hartmut Koschyk und Vladimir Ham allen Mitgliedern für die engagierte Diskussion und die zahlreichen inhaltlichen Impulse. Der Fachbeirat Kunst-Kultur-Wissenschaft werde künftig dazu beitragen, das kulturelle, künstlerische und wissenschaftliche Leben deutscher Minderheiten und deutschsprachiger Gemeinschaften weltweit sichtbarer zu machen, den Austausch mit Deutschland zu fördern und die internationale Vernetzung weiter auszubauen.
Die nächste Sitzung des Fachbeirats Kunst-Kultur-Wissenschaft findet am 20. Oktober 2026 statt.




