Die Universität Pretoria lädt herzlich zur Eröffnung einer besonderen Wanderausstellung ein, die unter dem Titel „Mission Mzansi – German missionary roots in South Africa“ (Deutsche missionarische Wurzeln in Südafrika) steht. Diese Ausstellung bietet einen tiefen Einblick in ein komplexes und prägendes Kapitel der südafrikanischen Geschichte: Das Wirken deutscher Missionsgesellschaften vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart.
Die Ausstellung verfolgt das Ziel, einen umfassenden historischen Überblick über die Aktivitäten verschiedener deutscher Missionsgesellschaften zu geben, die seit dem 18. Jahrhundert in Südafrika tätig waren. Dabei beschränkt sich die Darstellung nicht nur auf die religiösen Aspekte, sondern beleuchtet die vielschichtige Rolle und den nachhaltigen Einfluss der Missionare auf die gesamte südafrikanische Gesellschaft.
Thematisch deckt die Schau ein breites Spektrum ab vom kulturellen Einfluss mit der Leitfrage "Wie haben deutsche Missionare die lokale Kultur beeinflusst und mitgestaltet?", über die Themen "Kirche und Religion", das Bildungswesen und den Beitrag der Missionare zum Aufbau von Schulen und Bildungseinrichtungen bis hin zum Aspekt des Landbesitzes, der kontroversen und wichtigen Frage des Eigentumsrechts an Grund und Boden innerhalb der Mehrheitsbevölkerung bis zum heutigen Tag.
„Mission Mzansi“ versteht sich dabei nicht als rein statische Rückschau, sondern möchte als Katalysator dienen. Die Kuratoren streben danach, den notwendigen historischen Kontext zu liefern, um einen reflektierten Dialog anzustoßen und als Ausgangspunkt für weitere Forschungen und tiefgehende Reflexionen über die deutsch-südafrikanischen Beziehungen zu fungieren.
Die offizielle Eröffnung findet in Form einer feierlichen Veranstaltung am Donnerstag, dem 7. Mai 2026, an der Universität Pretoria statt.
Das Projekt zeichnet sich durch eine hochkarätige Zusammenarbeit zwischen akademischen, staatlichen und diplomatischen Institutionen aus.
Die Universität Pretoria (University of Pretoria) ist als Gastgeberin und wissenschaftliches Zentrum vertreten insbesondere durch die Fakultät für Geisteswissenschaften (Faculty of Humanities) und die Abteilung für Kunst. Das Department of Sport, Arts and Culture (DSAC), also das südafrikanische Ministerium für Sport, Kunst und Kultur, ist Projektpartner, was die nationale Bedeutung der Ausstellung für das kulturelle Erbe der Republik Südafrika unterstreicht. Die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Pretoria unterstützt das Projekt, was die Relevanz der Ausstellung für die bilateralen Beziehungen und die gemeinsame Aufarbeitung der Geschichte betont. Diese Kooperation verdeutlicht, dass die Aufarbeitung der missionarischen Vergangenheit ein gemeinsames Anliegen beider Nationen ist, um die Identität und die gesellschaftlichen Strukturen des heutigen Südafrikas besser zu verstehen.
Die Stiftung Verbundenheit pflegt mit der deutschsprachigen Gemeinschaft in Südafrika gute Kontakte und bemüht ich derzeit, diese weiter auszubauen. Mit Jesko von Samson hat die Stiftung darüber hinaus einen erfahrenen Experten der Kultur- und Medienpolitik für ihr Kuratorium gewonnen, der von 2022 bis 2025 Kulturattaché an der Deutschen Botschaft in Pretoria war, wo er die rund 400.000 Angehörigen der deutschsprachigen Gemeinschaft in Südafrika maßgeblich unterstützte.
Die Stiftung Verbundenheit wünscht der Ausstellung den größtmöglichen Erfolg.

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