Mit dem Podcastprojekt „Die Jeckes – Deutsch-jüdisches Leben in Israel“ arbeitet die Stiftung Verbundenheit derzeit an einem neuen Audioformat für ein deutschsprachiges Publikum. In sechs bis sieben Folgen soll die Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Jeckes, Israelis mitteleuropäischer Herkunft, näher beleuchtet werden. Ziel des Podcasts ist es, ein besseres Verständnis für die historischen Wurzeln, den gesellschaftlichen Beitrag und die heutige Rolle der Jeckes in Israel zu vermitteln sowie ihre Bedeutung für die deutsch-israelischen Beziehungen sichtbar zu machen. Außerdem sollen in Kooperation mit dem Projektpartner Irgun (Verband der Israelis mitteleuropäischer Herkunft) Folgen auf Hebräisch entstehen.

Für die Produktion führte Jonas Löffler, Teamleiter Deutschsprachige Gemeinschaften der Stiftung Verbundenheit, während eines Aufenthalts in Israel Interviews mit insgesamt 14 Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartnern. Zu den Interviewgästen zählen Angehörige verschiedener Generationen der Jeckes-Gemeinschaft, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Vertreter des Verbands der Israelis mitteleuropäischer Herkunft (Irgun) sowie weitere Persönlichkeiten aus Kultur, Gesellschaft und Forschung. Thematischreichen die geplanten Folgen von der Geschichte der deutsch-jüdischen Einwanderung nach Palästina und Israel über die Rolle der Jeckes in der israelischen Zivilgesellschaft bis hin zu Fragen von Erinnerungskultur und deutsch-israelischem Dialog.

Die journalistische Konzeption und Umsetzung des Formats stützt sich auf Löfflers professionelle Erfahrung als Hörfunkredakteur sowie auf seine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Audio- und Kommunikationsformaten im Masterstudium der Öffentlichkeitsarbeit und Unternehmenskommunikation. Zusätzliche Impulse erhält das Projekt durch die Begleitung von Kuratoriumsmitglied Werner Sonne, einem der profiliertesten deutschen Auslandskorrespondenten. Seit den 1970er-Jahren reiste er rund 60-malnach Israel und berichtete über die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen des Landes.

Das Podcastprojekt entsteht in enger Zusammenarbeit mit dem Irgun. Neben den Aufnahmen für die deutschsprachige Reihe führte Jonas Löffler vor Ort auch in die Grundlagen professioneller Podcast-Aufnahmetechnik ein. Das Irgun-Team plant, die gewonnenen Kenntnisse für ein hebräischsprachiges Parallelprojekt zu nutzen, in dem Interviews zur Geschichte und Gegenwart der Jeckes aus israelischer Perspektive veröffentlicht werden sollen. Damit entstehen zwei komplementäre Formate, die dazu beitragen, das kulturelle Erbe und die gesellschaftliche Bedeutung der Jeckes sowohl im deutschsprachigen Raumals auch in Israel einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.




