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Datum
25.3.2026
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Stiftung Verbundenheit begrüßt politische Aufmerksamkeit für die Situation des Lastenausgleichsarchivs in Bayreuth

Die Stiftung Verbundenheit hat sich in einem Schreiben an politische Persönlichkeiten gewandt, um auf die zunehmend kritische Lage im Lastenausgleichsarchiv (LAA) in Bayreuth aufmerksam zu machen. Das Archiv, das seit Jahrzehnten eine zentrale Rolle bei der Dokumentation und Aufarbeitung von Flucht, Vertreibung und Enteignung spielt, sieht sich mit einem stark gestiegenen Anfrageaufkommen und erheblichen Bearbeitungsrückständen konfrontiert.

Aktuell sind rund 4.000 schriftliche Anfragen bzw. Benutzungsvorgänge in Bearbeitung – oftmals über mehrere Jahre. Besonders für ältere Antragstellende oder Personen, die auf die Klärung rechtlicher oder historischer Fragen angewiesen sind, ist diese Situation kaum tragbar.

Aufgrund des Schreibens der Stiftung Verbundenheit hat sich die Bayreuther Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin Annette Kramme, MdB, die zugleich auch Mitglied im Kuratorium der Stiftung Verbundenheit ist, an den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), Dr. Wolfram Weimer, gewandt. Dieser hat nun Stellung genommen.

In seinem Antwortschreiben betont Dr. Weimer, dass er die Sorgen hinsichtlich der angespannten Lage im Archiv teile. Er verweist darauf, dass trotz begrenzter Haushaltsmittel erste Optimierungsschritte Wirkung zeigen: Durch Prozessverbesserungen und temporäre Personalverstärkung aus Koblenz seien bereits rund 16 Prozent des Rückstaus abgebaut worden. Er zeigt sich optimistisch, dass sich die Situation im Laufe des Jahres weiter deutlich verbessern werde, auch wenn dies vorübergehend mit Einschränkungen für bestimmte Nutzergruppen verbunden sei.

Die Stiftung Verbundenheit sieht diese Entwicklung dennoch mit Sorge. Das Lastenausgleichsarchiv bewahre nicht nur einzigartige Quellen deutscher und persönlicher Geschichte, sondern ermögliche vielen Menschen die Klärung jahrzehntelang offener Schicksale. Gerade in Zeiten wachsender gesellschaftlicher Bedeutung historischer Aufarbeitung darf diese wichtige Arbeit nicht geschwächt werden. Es braucht eine nachhaltige, strukturelle Lösung und eine deutliche personelle Stärkung des Archivs.

Die Stiftung Verbundenheit appelliert daher an die Politik, sich weiter für eine langfristige Sicherung der Arbeitsfähigkeit des Lastenausgleichsarchivs einzusetzen, um weitere Verzögerungen und Belastungen für Betroffene zu verhindern.

 

Lesen Sie hier die Pressemitteilung der Bundestagsabgeordneten und Mitglied des Kuratoriums der Stiftung Verbundenheit, Anette Kramme MdB.

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