Der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Dr. Dr. h. c. Bernd Fabritius, traf im Deutschen Klub in Buenos Aires auf Vermittlung der Stiftung Verbundenheit mit demwolgadeutsch-argentinischen Liedermacher Germán Sack zusammen.
Im Mittelpunkt des Austausches stand das musikalische Schaffen des Künstlers, der sich seit vielen Jahren der Pflege und Weitergabe des wolgadeutschen Liedguts in Argentinien widmet. Germán Sack berichtete überseine Arbeit als Liedermacher, stellte ausgewählte Musikstücke vor und gab Einblicke in seine persönliche Familiengeschichte.

Diese spiegelt exemplarisch zentrale Stationen der Geschichte der Wolgadeutschen wider: von der Auswanderung aus Hessen in das Russische Reich über die Deportationen im 20. Jahrhundert bis hin zur späteren Emigration von Familienangehörigen nach Nord- und Südamerika, darunter auch nach Argentinien.
Innerhalb der wolgadeutschen Gemeinschaft ist Germán Sack insbesondere für sein Spiel auf dem Hackbrett bekannt, einem Instrument, das in der musikalischen Tradition der Wolgadeutschen eine wichtige Rolle spielt. Mit diesem Instrument begleitet er seinen Gesang und interpretiert traditionelle deutsche und wolgadeutsche Volkslieder.

An dem Treffen im Deutschen Klub nahmen neben dem Bundesbeauftragten auch Mitglieder der Delegation des Bundesministeriums des Innern teil, darunter der Abteilungsleiter Dr. Lothar Müller. Ein besonderer Ehrengast war Dr. Thomas Leonhardt, Ehrenmitglied mehrerer deutsch-argentinischer Vereinigungen und Träger des Bundesverdienstkreuzes, der maßgeblich an der Entstehung des Lateinamerika-Projektes der Stiftung Verbundenheit beteiligt war.
Dr. Bernd Fabritius dankte Germán Sack für den Austausch und würdigte sein Engagement für die Bewahrung des kulturellen Erbes der Wolgadeutschen in Argentinien. Die Stiftung Verbundenheit dankt allen Beteiligten für das Gespräch und die Unterstützung der kulturellen Zusammenarbeit.
Sehen Sie hier ein Video des Aufeinandertreffens:



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