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Datum
2.11.2026
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Bamberger Erzbischof bei 10. Hedwigsandacht in Goldkronach

Auch in diesem Jahr führte das Alexander von Humboldt-Kulturforum Franken e.V. zusammen mit der Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland in der katholischen Kirche St. Michael in Goldkronach die inzwischen zur Tradition gewordene Hedwigsandacht durch. Die aus Anlass des Gedenktages der heiligen Hedwig von Schlesien veranstaltete Andacht wurde zum 10-jährigen Jubiläum unter der Leitung des Erzbischofs von Bamberg, Herwig Gössl, zusammen mit Domkapitular Dr. Josef Zerndl, Pater Jan Poja CR und Pfarrer Reinhard Stauch zelebriert.

Pater Jan Poja CR, der Pfarrer der Pfarrgemeinde St. Nepomuk in Bayreuth-Laineck, der dem Orden der Resurrektionisten angehört, begrüßte den Erzbischof, seine Mitbrüder und die Anwesenden sehr herzlich.  

Musikalisch wurde die Andacht von dem Wiesenttaler Blechbläserensemble unter Leitung von Harald Hirsch (Trompete) umrahmt, dem Monika Zeuschel (Kornett), Martin Fiedler (Tuba), Reinhold Teufel (Bariton), Jakob Bayer (Tenorhorn) und Martin Fiedler (Tuba) angehören.

In seiner Predigt ging Erzbischof Gössl besonders darauf ein, dass Menschen ständig Grenzen zur Abgrenzung zu anderen und für die eigene Sicherheit ziehen. Jesus hingegen überwand solche menschengemachten Barrieren, wie die Begegnung mit der Samariterin aus dem Evangelium zeigt. Gottes Geist verbindet Menschen über alle Sprach- und Volksgrenzen hinweg. Die heilige Hedwig steht als Brückenbauerin zwischen Ost und West für diese Verbundenheit. Die Welt brauche weniger Mauern und mehr Brücken, denn grenzüberschreitende Gemeinschaft sei Gottes zentrales Projekt, so der Erzbischof. Die anschließende Lesung wurde von Äbtissin Mutter Mechthild Thürmer OSB vorgetragen.

Hartmut Koschyk, Vorsitzender des Humboldt-Kulturforums und Stiftungsratsvorsitzender der Stiftung Verbundenheit, bedankte sich bei Erzbischof Gössl für sein Kommen und die zelebrierte Andacht mit einer Humboldt-Rose sowie einem Buch, der Roman-Biografie von Renata Schumann über die Heilige Hedwig von Schlesien.

Im Anschluss an die Andacht fand im Pfarrsaal von St. Michael ein Zusammenkommen mit frischen Hörnchen und Getränken der Andachtsbesucher und des Erzbischofs von Bamberg statt, bei dem sich die Anwesenden austauschen konnten.

Neben Hartmut Koschyk waren vonseiten der Stiftung Verbundenheit der Geschäftsführer Sebastian Machnitzke, der Teamleiter für Mittel- und Osteuropa Dominik Duda sowie der Verwaltungsmitarbeiter Arduan Schabib vor Ort und bereiteten die Andacht im Vorfeld organisatorisch vor.

Der weitere Dank galt Pater Jan Poja CR, den Wiesenttaler Blechbläsern, den gekommenen Mitgliedern der Pfarrgemeinderäte aus Heilig Geist in Bayreuth-St. Georgen und St. Johannes Nepomuk in Bayreuth-Laineck sowie dem ehrenamtlichen Team der Katholischen Kirche St. Michael in Goldkronach, das die Andacht und das anschließende Zusammenkommen vorbereitet hatten.

Zu den Persönlichkeiten, die diese Andachten in den letzten Jahren geleitet haben, gehören Pater Stephan Matula CR in den Jahren 2017 und 2018 sowie Domkapitular Dr. Josef Zerndl in den Jahren 2019 und 2020. Im Jahr 2021 übernahm der Geistliche Rat Werner Wolf die Gestaltung der Hedwigsandacht, gefolgt von Pater Severin Tyburski O. Carm. und Pater Georg Walkusz im Jahr 2022. In 2023 leitete Pater Ludwig Mazur OFM und 2024 der Diakon Dr. Marek Dziony die Andacht, während im letzten Jahr Pater Marian Arndt OFM diese übernahm.

In einem persönlichen Brief an Hartmut Koschyk gratulierte Pater Marian Arndt OFM zum zehnjährigen Jubiläum und erinnerte an die Weihe der Bronzestatue der heiligen Hedwig, mit der ein sichtbares Zeichen des Glaubens und der Verbundenheit mit Schlesien gesetzt worden sei. Er würdigte die heilige Hedwig als Sinnbild für Brückenbau, Versöhnung und die verbindende Kraft des Glaubens. Ihre Statue sei zugleich ein Wegweiser für das christliche Leben und Ausdruck der Verbundenheit mit Schlesien, seiner Geschichte und seinen Menschen.

Für die Zukunft wünschte er allen, die an diesem Ort zusammenkommen, Kraft, Zuversicht und Hoffnung sowie Verständigung und ein friedliches Miteinander. Da er nicht persönlich an den Feierlichkeiten teilnehmen konnte, versicherte er Hartmut Koschyk, der Gemeinde und den Festgästen seine Verbundenheit in Gedanken und im Gebet und übermittelte seine Segenswünsche zum Jubiläum.

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