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Datum
28.7.2026
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Fachbeirat „Wirtschaft“ der Stiftung Verbundenheit mit erweiterten Zielen

Die Sitzung des Fachbeirates „Wirtschaft“ der Stiftung Verbundenheit im Rahmen des Wirtschaftsforums in München beleuchtete die übergeordneten Ziele des Beirates, bei denen der Aufbau einer belastbaren Austauschplattform sowie die stärkere Vernetzung wirtschaftlicher Akteure aus deutschen Minderheiten und deutschsprachigen Gemeinschaften im Mittelpunkt stehen.

Als zentrales Ziel der internen Sitzung hob Stiftungsratsvorsitzender Hartmut Koschyk die Identifizierung konkreter Aktionsfelder hervor. Anknüpfend an die Diskussionen des Vortages griff er die Kernfrage auf, wer die Unternehmen im Kreis der deutschen Minderheiten und deutschsprachigen Gemeinschaften konkret sind. Um dieser Frage nachzugehen, wurde die Entwicklung eines digitalen Handbuchs beziehungsweise Registers als erstes sichtbares Produkt des Fachbeirates vorgeschlagen. Voraussetzung für ein erfolgreiches Gelingen ist hierbei die aktive Zuarbeit der Beiratsmitglieder.

Die Arbeit des Fachbeirates wird künftig von einem neuen Leitungsgremium weitergeführt. Im Rahmen der Sitzung stellten sich die Mitglieder des Gremiums vor.

Florian Willershausen: Er ist Geschäftsführer und Mitbegründer von Birkap. Willershausen ist ein erfahrener Experte für Deal Sourcing und Geschäftsentwicklung, der acht Jahre lang in der luxemburgischen Private-Equity-Branche tätig war. Er entwickelte die ESG- und Anlagestrategie für einen Fonds für saubere Energien und war an verschiedenen Transaktionen im Bereich Greentech und erneuerbare Energien beteiligt. Zuvor baute er als führender Wirtschaftsjournalist (Handelsblatt, WiWo) ein umfangreiches Netzwerk in der europäischen Politik und Wirtschaft auf.

Christian Burgart: Der 1983 in Halle (Saale) geborene und in Goslar lebende Kultur- und Wirtschaftsexperte ist Prokurist sowie Mitglied der Geschäftsführung der Wirtschaftsregion Helmstedt GmbH. Dort verantwortet er unter anderem Strukturwandelprojekte im Braunkohlerevier mit einem Volumen von über 90 Millionen Euro. Zuvor war er mehr als zwei Jahrzehnte in verschiedenen Positionen für die Stadt Goslar tätig, unter anderem als Wirtschaftsförderer, Pressesprecher und Geschäftsführer zweier touristischer Marketinggesellschaften.

Cristina Hube: Sie war aufgrund der Zeitverschiebung beim Wirtschaftsforum entschuldigt. Die promovierte Betriebswirtin und Wirtschaftsingenieurin mit deutschen Wurzeln ist seit Dezember 2023 Geschäftsleiterin der Corporación Educacional Federico Froebel (Corpeduff) in Chile. Sie verfügt über mehr als 24 Jahre Erfahrung im akademischen Sektor und Hochschulmanagement – unter anderem als Dekanin an der Universidad Finis Terrae – und wurde 2023 als Führungskraft im Bereich nachhaltige Erziehung ausgezeichnet.

Benjamin Neurohr: Er ist Vorsitzender des Demokratischen Forums der Deutschen im Banat (DFDB): Neurohr gehört zu denen gagierten Vertretern der deutschen Gemeinschaft im Banat. Seit April dieses Jahres steht der aus Großsanktnikolaus/ Sânnicolau Mare gebürtige Ingenieur als Vorsitzender an der Spitze des Demokratischen Forums der Deutschen im Banat undsetzt sich für die Interessen der deutschen Minderheit in der Region ein. Darüber hinaus ist er Geschäftsführer des Banater Vereins für Internationale Kooperation „Banatia“ sowie im Literaturkreis „Stafette“ aktiv. Seit Jahren engagiert er sich für die Pflege des banatschwäbischen Erbes, die Förderung der deutschen Sprache und die Stärkung der Beziehungen zwischen den Deutschen im Banat und ihren Landsleuten im Ausland.

Das Positionspapier des Fachbeirats „Wirtschaft“

Das erarbeitete Positionspapier wurde von HauptgeschäftsführerDr. Marco Just Quiles gemeinsam mit den beteiligten Mitgliedern vorgestellt.Federführend an der Erstellung beteiligt waren der Leiter des Fachbeirates,Timo Prekop, und der Geschäftsführer Finanzen, Jan Wilms sowie dieBeiratsmitglieder Christian Burgart, Benjamin Neurohr, Cristina Arheit-Zapp undFlorian Willershausen.

Das Papier adressiert zentrale Potenziale und Herausforderungen im Wirtschaftsbereich. Es wurde klar betont, dass weder der Fachbeirat noch die Stiftung strukturelle Probleme eigenständig lösen können. Die Hauptaufgabe des Beirates liegt vielmehr darin, eine Austauschplattform zu bieten und gezielte Impulse auf politischer Ebene einzubringen. Methodisch ist das Positionspapier als SWOT-Analyse strukturiert und behandelt drei Schwerpunktthemen: Investitionsbedingungen und Industrieansiedlung; Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und -versorgung sowie Entrepreneurship, Jugendförderung und berufliche Bildung

Ein zentraler Beratungsschwerpunkt war das geplante digitale Handbuch, das eine strukturierte Übersicht über Unternehmerprofile, Kooperationsangebote und wirtschaftliche Chancen bieten soll. Diskutiert wurde ein regionaler Ansatz, bei dem sogenannte Wirtschaftsregionen als Cluster beschrieben werden. Der Aufbau des Registers soll durch einen öffentlichen Aufruf zur Beteiligung eingeleitet werden, die Verwendung standardisierter Profile und eine klare Kategorisierung nach Branchen sowie eine systematische Erfassung von Kontaktdaten und relevanten Veranstaltungsformaten, auf denen Unternehmer anzutreffen sind, sollen folgen.

Aus den Beratungsergebnissen leitet sich ein konkreter Arbeitsauftrag für die Mitglieder des Fachbeirates ab. Diese sollen in ihren jeweiligen Regionen und Wirkungskreisen aktiv zur Umsetzung des digitalen Handbuchs beitragen.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt galt der Frage, wie Unternehmer noch intensiver in die Arbeit des Fachbeirates eingebunden werden können. Ziel ist es, den Zugang zu Netzwerken nachhaltig zu erleichtern und konkrete Kooperationsmöglichkeiten zu schaffen.

Kooperationsmöglichkeiten, die Idee der Bildung von Genossenschaften und die Herausforderungen der Unternehmensnachfolge wurden als weitere Themenfelder identifiziert und in einer anschließenden Gesprächsrunde thematisiert.

Sehen Sie hier eine Zusammenfassung des Wirtschaftsforums der Stiftung Verbundenheit:

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