Vom 3. bis 6. September 2026 fand in Paraná, Provinz EntreRíos (Argentinien), das XXI. Treffen der Comunidades Alemanas de AméricaLatina (CAAL) statt. Die von zahlreichen Partnerorganisationen und mitUnterstützung der Stiftung Verbundenheit organisierte Veranstaltung brachterund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus verschiedenen LändernLateinamerikas zusammen. Delegationen aus Argentinien, Uruguay, Paraguay,Brasilien sowie aus der deutsch-österreichisch geprägten Region Pozuzo,Oxapampa und Villa Rica in Peru nahmen an dem mehrtägigen Begegnungs- undVernetzungsforum teil.

Im Mittelpunkt des Kongresses standen der Austausch überGeschichte, Kultur und Gegenwart deutschsprachiger Gemeinschaften inLateinamerika sowie die Diskussion gemeinsamer Zukunftsperspektiven. ZahlreicheVorträge, Podiumsdiskussionen, kulturelle Beiträge und institutionelleBegegnungen boten den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Gelegenheit zurinternationalen Vernetzung.




Einen besonderen Schwerpunkt setzte die StiftungVerbundenheit mit ihrer aktiven Beteiligung am Fachprogramm des Kongresses.Große Aufmerksamkeit erhielt die Podiumsdiskussion „Die deutsche Gemeinschaftin Argentinien und ihre Beziehungen zu den offiziellen Institutionen.Herausforderungen und Chancen“, die von Gabriel Podevils, TeamleiterLateinamerika der Stiftung Verbundenheit, moderiert wurde. An derDiskussionsrunde nahmen Thomas Konrad, Kulturreferent der Deutschen Botschaftin Argentinien, Germán Lehrke, Präsident des Dachverbandsdeutsch-argentinischer Vereine (FAAG), Jonas Löffler, Teamleiter Lateinamerikader Stiftung Verbundenheit, sowie Leandro Jacobi von der Provinzregierung EntreRíos teil. In seinem Beitrag betonte Jonas Löffler die zentrale Bedeutung derEinbindung junger Menschen in die Arbeit deutschsprachiger Vereine undVerbände. Die aktive Beteiligung der jüngeren Generation sei entscheidend, umOrganisationen zukunftsfähig zu gestalten, neue Impulse zu setzen und denGenerationenwechsel erfolgreich zu gestalten. Darüber hinaus hob er die Notwendigkeithervor, die Zusammenarbeit und Vernetzung der deutschsprachigen Gemeinschafteninnerhalb der einzelnen Länder Lateinamerikas weiter auszubauen.

Ein weiterer Höhepunkt war der gemeinsame Vortrag von JonasLöffler und Gabriel Podevils zum Thema „Die Stiftung Verbundenheit und ihreArbeit mit den deutschen Gemeinschaften weltweit“. Die beiden TeamleiterLateinamerika stellten die weltweiten Aktivitäten der Stiftung im Jahr 2026 vorund präsentierten deren Engagement für deutsche Minderheiten, deutschsprachigeGemeinschaften sowie an Deutschland interessierte Menschen in zahlreichenLändern. Besonderes Interesse galt dabei der Bürgerdiplomatie-Initiative #JungesNetzwerk,die jungen Menschen internationale Vernetzung, Austausch und Projektarbeitermöglicht. Die Referenten zeigten auf, wie sich Vereine und Gemeinschaften inLateinamerika mit diesem Netzwerk verbinden können und welche Chancen sichdaraus insbesondere für junge Mitglieder ergeben.
Neben den offiziellen Programmpunkten nutzten die Vertreterder Stiftung Verbundenheit das CAAL-Treffen für intensive Arbeits- undVernetzungsgespräche mit Repräsentanten deutschsprachiger Gemeinschaften ausganz Lateinamerika. Im Mittelpunkt standen dabei Delegationen aus Argentinien,Uruguay, Paraguay, Brasilien sowie Peru.


Besonders erfreulich war der Austausch mit der peruanischenDelegation aus Pozuzo, Villa Rica und Oxapampa, darunter Wilfredo LauraContreras, langjähriger Ansprechpartner der Stiftung Verbundenheit in Peru.Gemeinsam wurden Möglichkeiten einer weiteren Zusammenarbeit sowie neueProjekte zur Förderung des kulturellen Austauschs und der Vernetzung erörtert.Weitere Gespräche fanden mit der FAAG und deren Präsidenten Germán Lehrkestatt. Die FAAG präsentierte sich auf dem Kongress gemeinsam mit ihrerJugendorganisation FAAG Joven, die beispielhaft für erfolgreicheNachwuchsarbeit und Generationenförderung innerhalb des Verbandes steht. Zuihren Vertreterinnen zählte unter anderem Ana Kröhling, die als Stipendiatindes Thomas-Kropp-Stipendienprogramms der Stiftung Verbundenheit in Deutschlandin den Bereichen Kulturmanagement, internationale Vernetzung undinterkulturelle Arbeit mit deutschsprachigen Gemeinschaften weitergebildetwurde. Dadurch bringt sie wertvolle Impulse für die Zukunftsarbeitdeutsch-argentinischer Organisationen ein.
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Darüber hinaus tauschten sich die Vertreter der Stiftung mitder Confederación Argentina de Colectividades, vertreten durch SebastiánTommasi, sowie der Unión de Colectividades de Entre Ríos unter Leitung von JoséGareis über Möglichkeiten einer verstärkten Zusammenarbeit im Bereich Kultur,Bürgerdiplomatie und internationale Vernetzung aus.


Im Rahmen des Aufenthalts in Paraná nahmen Jonas Löffler undGabriel Podevils gemeinsam mit Thomas Konrad, Kulturreferent der deutschenBotschaft in Argentinien, außerdem an einem Arbeitstreffen in der Kulturbehördeder Provinz Entre Ríos teil. Dabei wurden Möglichkeiten einer zukünftigenZusammenarbeit im Bereich internationaler Kulturarbeit sowie neueAnknüpfungspunkte zwischen deutschen und lateinamerikanischen Partnernbesprochen.
Neben dem Kongressprogramm nahmen die Stiftungsvertreterauch an der„Noche de Gala del Día Nacional del Inmigrante“ im traditionsreichenTeatro Municipal 3 de Febrero in Paraná teil. Die Veranstaltung würdigte denBeitrag der verschiedenen Einwanderergemeinschaften zur kulturellen EntwicklungArgentiniens und unterstrich die Bedeutung der deutschen Gemeinschaft als Teildes vielfältigen gesellschaftlichen Erbes des Landes.
Eine besondere Anerkennung erhielt die StiftungVerbundenheit zum Abschluss des Kongresses: Jonas Löffler und Gabriel Podevilswurden mit der CAAL-Medaille ausgezeichnet. Mit dieser Ehrung würdigten dieOrganisatoren ihren Beitrag zum Erfolg des XXI. CAAL sowie das langjährigeEngagement der Stiftung Verbundenheit für die Förderung deutschsprachigerGemeinschaften, internationaler Vernetzung und Bürgerdiplomatie inLateinamerika.
Das XXI. CAAL in Paraná verdeutlichte einmal mehr das großePotenzial der deutschsprachigen Gemeinschaften in Lateinamerika alsBrückenbauer zwischen ihren Heimatländern und Deutschland. Für die StiftungVerbundenheit bot das Treffen wertvolle Gelegenheiten, bestehendePartnerschaften zu vertiefen, neue Kontakte zu knüpfen und gemeinsamePerspektiven für die zukünftige Zusammenarbeit zu entwickeln.




