Datum
25.3.2024
Autor

Jahresbericht 2023 der Stiftung Verbundenheit online

Jahresbericht 2023

Die Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland hat ihren Jahresbericht für ihre Tätigkeit im Jahr 2023 veröffentlicht.

Der folgende Jahresbericht gibt Ihnen Einblicke in die vielseitige Arbeit der Stiftung Verbundenheit. Als Mittlerorganisation für die deutschen Minderheiten in Mittel- und Osteuropa, dem Baltikum und den GUS-Staaten sowie als Projektträger der deutschsprachigen Gemeinschaften in Lateinamerika haben wir im Jahr 2023 eine Vielzahl von Projekten in zahlreichen Ländern durchgeführt.

Den Jahresbericht können Sie HIER oder mit einem Klick auf den blauen Button "Jahresbericht 2023" auch als PDF herunterladen.

Aus dem Vorwort:

Im Bereich der Mittlertätigkeit im Auftrag des Bundesministeriums des Innern und für Heimat begleitet die Stiftung Verbundenheit die deutschen Minderheiten in 19 Ländern in Mittel- und Osteuropa, im Baltikum und in den GUS-Staaten in der sachgerechten Verwendung ihrer Projektmittel. Außerdem unterstützen wir die Minderheiten in der Entwicklung neuer Projekte, in der medialen Außendarstellung sowie in organisatorischen und strategischen Fragen. Im Jahre 2023 hat die Stiftung Verbundenheit neben Schulungen erstmalig ein mehrmonatiges Mentoringprogramm für junge Führungskräfte aus den Reihen der deutschen Minderheiten angeboten. Weiterhin ist die Stiftung durch die Teilnahme ihrer Mitarbeiter/-innen an zahlreichen Planungs- und Regierungskommissionssitzungen und Vor-Ort-Prüfungen sowie durch die Erstellung von Handreichungen und Strategiedokumenten ihrer Beratungsfunktion im Minderheitenförderprogramm nachgekommen.

Im Rahmen des vom Auswärtigen Amt geförderten Lateinamerika-Projektes arbeitet die Stiftung Verbundenheit mit zahlreichen lateinamerikanisch-deutschen Kulturvereinen, Bildungseinrichtungen und an Deutschland interessierten Bürger/-innen an der Stärkung ihrer Rolle als Multiplikatoren der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik Deutschlands (AKBP). Dabei unterstützen wir die Vernetzung der Akteure mit den deutschen Auslandsinstitutionen und begleiten die Entwicklung und Umsetzung von Bürgerprojekten. Insgesamt wurden in diesem Jahr 51 ehrenamtliche Projekte von den kooperierenden Kulturvereinen und der mittlerweile 1.800 Mitgliedern zählenden Stiftungsinitiative #JungesNetzwerk durchgeführt. In den fünf Themenbereichen Sprache und Kultur, Umwelt, Pluralität, Bildung und Soziales haben die Projekte die Wertebasis zwischen Lateinamerika und Deutschland gestärkt. Wie in diesem Jahresbericht dokumentiert, hat die Stiftung im Jahre 2023 mit zahlreichen Kongressen, Veranstaltungen und Kulturprojekten in Lateinamerika neue Akzente im Bereich der „Bürgerdiplomatie“ setzen können.

Wie auch in den vergangenen Jahren haben wir ergänzend zu unserer Kernarbeit unsere Rolle als Kompetenz- und Vernetzungszentrum der deutschen Minderheiten und deutschsprachigen Gemeinschaften weltweit mit zusätzlichen Veranstaltungsformaten, informationspolitischen Initiativen, kulturellen Projekten und humanitären Hilfsaktionen ausgefüllt. Damit haben wir zu einer stärkeren öffentlichen Wahrnehmung und zur Intensivierung der Arbeit der deutschen Minderheiten und deutschsprachigen Gemeinschaften als Multiplikatoren der internationalen Kulturbeziehungen Deutschlands beigetragen.

Auch konnten wir 2023 intensive Kontakte zu Entscheidungsträgern auf Bundes- und Landesebene, Verbänden und gesellschaftlichen Organisationen in Europa sowie deutschen und ausländischen Botschaften pflegen. Im Deutschen Bundestag, in Bundesministerien aber auch in Landesregierungen haben wir uns erfolgreich für die Anliegen der deutschen Minderheiten und deutschsprachigen Gemeinschaften eingesetzt. Dieses Engagement hat unter anderem zu einer signifikanten Erhöhung der Fördersumme für das Förderprogramm der deutschen Bundesregierung für die deutschen Minderheiten im Jahr 2023 geführt. Mit zahlreichen politischen Mandatsträgern wurden im Jahre 2023 Gemeinschaftsprojekte durchgeführt. Auch sind im Berichtsjahr neue Veranstaltungsformate und Kooperationspartnerschaften entstanden. Erstmalig haben wir die „Tage der Verbundenheit“ in Bayreuth durchgeführt. Eine Woche lang fanden Veranstaltungen, Ausstellungen und Seminare mit Gästen aus den Reihen der deutschsprachigen Gemeinschaften und deutschen Minderheiten aus Mittel- und Osteuropa, den GUS-Staaten, Lateinamerika und den USA, aber auch mit Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur statt. Insbesondere die Teilnahme und die entstandenen Kooperationsprojekte mit der deutschsprachigen Gemeinschaft in den USA stellen eine geographische Expansion der Stiftungsarbeit dar. Neue Gesprächsformate wie das „Nikolaigespräch“, aber auch das bewährte Online-Format „Deutsche Minderheiten stellen sich vor“, verdeutlichen den bildungspolitischen Anspruch unserer Arbeit. Mit der neuen Schriftenreihe „Weltverbunden“ haben wir 2023 des Weiteren unsere Publikationstätigkeit intensiviert.

Die Stiftung Verbundenheit hat 2023 wieder zahlreiche kulturelle Projekte durchgeführt. Im Rahmen des Stiftungsprojektes „Lieder der Heimat“ ging das fränkische Volksmusikensemble „Die Lustigen Oberfranken“ auf große Argentinien-Tournee. Das wohl ambitionierteste Kulturvorhaben der Stiftung Verbundenheit im Jahre 2023 war das internationale Theaterprojekt „4x Humboldt und Bonpland“. Ein eigens in Auftrag gegebenes Theaterstück über die Reisen von Alexander von Humboldt und Aimé Bonpland wurde mit vier verschiedenen Regisseuren und Theaterensembles in Havanna (Kuba), Caracas (Venezuela), Buenos Aires (Argentinien) und Bayreuth aufgeführt. Zudem fanden Lesungen, Ausstellungen und die Verleihung des „Johnny“-Klein-Preises statt.

Im caritativen Bereich war die Stiftung Verbundenheit im Rahmen der 2022 gegründeten „Humanitären Brücke Oberfranken – Transkarpatien“ für die Ukraine mit Hilfs- und Spendenaktionen weiterhin tätig. Technische Ausrüstung für Begegnungsstätten der Deutschen Minderheit in der Ukraine aber auch Medikamente und medizinische Geräte für das Kinderkrankenhaus in Mukatschewo, Transkarpatien wurden während des Jahres 2023 in die Ukraine geliefert. Des Weiteren organisierte die Stiftung Verbundenheit mehrere Benefizkonzerte mit Musikensembles aus Oberfranken für weitere Geldspenden. Wir danken allen Spenderinnen und Spendern, kooperierenden Unternehmen sowie freiwilligen Helferinnen und Helfern sehr für ihre Bereitschaft und ihr Engagement.

Nicht zuletzt war das Jahr 2023 ebenfalls von wichtigen institutionellen Entwicklungen der Stiftungsstrukturen geprägt. Wir konnten unserem Ziel, den Frauenanteil in unseren Stiftungsgremien zu erhöhen, mit der Berufung von drei Frauen in den Stiftungsrat und in den Stiftungsvorstand gerecht werden. Für die Koordinierung der stetig wachsenden Anzahl der Mitarbeitenden haben wir erstmalig Teamleitungen für die Regionen Mittel- und Osteuropa und Baltikum, Russische Föderation sowie Lateinamerika ernannt. Ein neu entwickeltes Stiftungslogo mit dem Leitmotiv „Weltverbunden“ und eine neue Webseite komplementierten die Eröffnung unseres neuen Stiftungsbüros im Berliner Nikolaiviertel. Für die inhaltliche und strategische Weiterentwicklung unserer Arbeit haben wir im Jahre 2023 zudem ein Stiftungskuratorium mit 21 Mitgliedern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur, Medien und Zivilgesellschaft berufen.

Wir freuen uns über Ihr Interesse am Jahresbericht 2023 der Stiftung Verbundenheit und danken all unseren Mitarbeitenden, Förderern, Partnern sowie den mit uns kooperierenden Institutionen und Organisationen in Mittel- und Osteuropa, GUS und Baltikum sowie Lateinamerika und den USA für die vertrauensvolle und ergebnisreiche Zusammenarbeit im Jahr 2023.

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