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Datum
11.9.2026
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Jahresplanungskonferenz zur Förderung der Deutschen Minderheit in Kasachstan im Jahr 2027

In der kasachischen Hauptstadt Astana sind die Weichen für die Zukunft der deutschen Volksgruppe in Kasachstan gestellt worden: Im Rahmen der zentralen Jahresplanungskonferenz wurde das Förderprogramm für die Kasachstandeutschen für das Jahr 2027 eingehend beraten und verabschiedet. Die Tagung führte führende Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger sowie Partnerorganisationen zusammen, um das finanzielle Fundament abzusichern und die strategische Ausrichtung der kommenden Jahre festzulegen.

An den Beratungen nahmen Vertretungen der Gesellschaftlichen Stiftung „Republikanische ethnokulturelle Vereinigung der Kasachstandeutschen“ (GS ReVK), des Bundesministeriums des Innern der Bundesrepublik Deutschland, der Deutschen Botschaft, der Stiftung Verbundenheit als Mittlerorganisation sowie des Goethe-Instituts und des Instituts für Auslandsbeziehungen (ifa) teil. Gemeinsam analysierten die Delegierten das geplante Budget und definierten die inhaltlichen Schwerpunkte der künftigen Programmarbeit.

Ein zentrales Anliegen der Konferenz lag auf der Intensivierung der Sprachförderung sowie der nachhaltigen Einbindung der jüngeren Generation. Die nachhaltige Weiterentwicklung von Sprachprojekten in enger Kooperation mit dem Goethe-Institut genießt hierbei oberste Priorität. Parallel dazu stehen die gezielte Unterstützung von Jugendinitiativen und der systematische Aufbau eines neuen Personalpools im Fokus, um den Nachwuchs frühzeitig an die Aufgaben innerhalb der Selbstorganisation der Deutschen Kasachstans heranzuführen.

Der Exekutivdirektor der Stiftung Wiedergeburt, Dmitri Redler, wies auf die aktuelle Ausgangslage hin: Zwar verfügten derzeit viele Projektteilnehmende über Deutschkenntnisse auf Anfängerniveau, Ziel für die kommenden Jahre sei es jedoch, den Anteil der Teilnehmenden mit höheren Sprachniveaus – bis hin zum Niveau C1 – konsequent und messbar zu steigern. Die deutsche Sprache wird dabei keineswegs als isolierter Förderbereich betrachtet, sondern als unverzichtbares Fundament verstanden, das jungen Menschen erst die aktive Teilnahme am gesellschaftlichen und kulturellen Leben der Gemeinschaft ermöglicht.

Als ein herausragendes Highlight des Jahres 2027 kündigten die Veranstalter ein internationales Festival der deutschen Kultur an. Diese Großveranstaltung soll verschiedenste künstlerische und kreative Disziplinen vereinen und eine weitstrahlende Bühne bieten, um das reiche ethnokulturelle Erbe und die lebendige Identität der Kasachstandeutschen einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.

Yevgeniy Bolgert, Vorsitzender des Aufsichtsrats der GS ReVK und Abgeordneter des Kurultai der Republik Kasachstan, unterstrich die strategische Tragweite des Treffens. Er hob hervor, dass die Jahresplanungskonferenz eine entscheidende Funktion erfüllt, um eigene Vorhaben und zukunftsweisende Initiativen präzise mit den zur Verfügung stehenden Fördermitteln abzugleichen.

„Die Konferenz bildet das Fundament für unsere verlässliche und kontinuierliche Arbeit. Jährlich setzen wir erfolgreich mehr als 100 Projekte in den unterschiedlichsten Bereichen um. Zu unseren Kernaufgaben gehören unberechtigt die Jugendarbeit sowie der Erhalt der deutschen Sprache und unseres kulturellen Erbes. Das für den Herbst 2027 geplante Festival der deutschen Kultur wird hierbei ein weiterer zentraler Meilenstein und ein bedeutender Ort der Begegnung, der Tradition und des kulturellen Austauschs sein“, betonte Bolgert.

Damit erwies sich die Konferenz in Astana nicht nur als rein organisatorisches Budgettreffen, sondern als zukunftsweisender Impulsgeber für neue Kooperationen, frische Ideen und eine gestärkte Partnerschaft zwischen Deutschland und Kasachstan.

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