Die Stiftung Verbundenheit führte in München eine Reihe konstruktiver Gespräche mit Vertretern der Bayerischen Staatsregierung, des Bayerischen Landtags sowie mit Institutionen der politischen Bildungs- und Erinnerungsarbeit. Im Mittelpunkt standen Begegnungen mit dem Bayerischen Staatsminister des Innern, Joachim Herrmann, dem Vizepräsidenten des Bayerischen Landtags, Tobias Reiß, dem Antisemitismus-Beauftragten der Bayerischen Staatsregierung und Staatsminister a. D. Ludwig Spaenle sowie mit dem Direktor des Hauses des Deutschen Ostens, Prof. Dr. Otto Weber. Thematischstanden das Jeckes-Projekt der Stiftung Verbundenheit in Israel, die Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen dem Freistaat Bayern und Argentinien – insbesondere mit der Provinz Entre Ríos – sowie der neu gegründete Internationale Beirat deutschsprachiger Gemeinschaften (IBDG) im Fokus.

Seitens der Stiftung Verbundenheit nahmen der Stiftungsratsvorsitzende Hartmut Koschyk, der Hauptgeschäftsführer sowie Projektleiter für Israel und die USA, Dr. Marco Just Quiles, und die Vorsitzende des Internationalen Beirats deutschsprachiger Gemeinschaften(IBDG), Cristina Arheit-Zapp, an den Gesprächen teil. Der Austausch unterstrich die wachsende Bedeutung der Arbeit der Stiftung Verbundenheit an der Schnittstelle von Minderheitenarbeit, Bürgerdiplomatie und der Förderung deutschsprachiger Gemeinschaften weltweit.


Ein zentrales Thema bildete das Jeckes-Engagement der Stiftung Verbundenheit in Israel, das seit 2025 mit Förderung des Bundesministeriums des Innern umgesetzt wird. Staatsminister a. D. Ludwig Spaenle, Antisemitismus-Beauftragter der Bayerischen Staatsregierung, der das Projekt von Beginn an begleitet und im Namen des Freistaates Bayern ein Kooperationsabkommen mit der Stiftung Verbundenheit unterzeichnet hatte, zeigte großes Interesse an der Weiterentwicklung des Projekts und an neuen Kooperationsformaten zum Themenfeld der Jeckes. Auch Prof. Dr. Otto Weber, Direktor des Hauses des Deutschen Ostens, betonte sein Interesse an einer Vertiefung der Zusammenarbeit mit der Stiftung Verbundenheit, insbesondere im Bereich jüdisches Leben, Erinnerungskultur und historisch-politischer Bildungsarbeit. Staatsminister Joachim Herrmann unterstrich ebenfalls die Relevanz des Engagements der Stiftung in Israel und würdigte die Bedeutung des Projekts für die Pflege der deutsch-israelischen Beziehungen auf zivilgesellschaftlicher Ebene.

Ein zweiter Schwerpunkt der Gespräche war die Begleitung der Annäherung zwischen dem Freistaat Bayern und der argentinischen Provinz Entre Ríos mit dem Ziel einer regionalen Partnerschaft. Staatsminister Joachim Herrmann zeigte sich offen für eine Unterstützung dieses Vorhabens auch um Bereich wie etwa in der sicherheits- und polizeipolitischen Arbeit. Cristina Arheit-Zapp erläuterte in diesem Zusammenhang die grundsätzlichen Potenziale deutschsprachiger Gemeinschaften weltweit als verlässliche Partner für Deutschland und die Bundesländer in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur. Vordiesem Hintergrund stellte sie auch den neu gegründeten Internationalen Beirat deutschsprachiger Gemeinschaften (IBDG) vor, der Vertreterinnen und Vertreter aus 13 Ländern vereint und als strategisches Beratungsgremium der Stiftung Verbundenheit fungiert.

Im Gespräch mit Landtagsvizepräsident Tobias Reiß, der im vergangenen Jahr den Gouverneur der Provinz Entre Ríos, Rogelio Frigerio, in Begleitung der Stiftung Verbundenheit im Bayerischen Landtag empfangen hatte, wurden die bisherigen Fortschritte der Annäherung zwischen Bayern und Entre Ríos bilanziert. Zudem wurden weitere Potenziale in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung und Kultur zwischen beiden Regionen erörtert.
Die Gespräche in München verdeutlichten die hohe Anschlussfähigkeit der Arbeit der Stiftung Verbundenheit an die politischen und strategischen Ziele des Freistaates Bayern. Sie bestätigten zugleich die wachsende Rolle der Stiftung als Brückenbauerin zwischen Politik, Zivilgesellschaft und deutschsprachigen Gemeinschaften weltweit.





