Jedes Jahr wird am 21. Februar der von der UNESCO ausgerufene Internationale Tag der Muttersprache gefeiert. Der Gedenktag, der auf die „Förderung sprachlicher und kultureller Vielfalt und Mehrsprachigkeit“ aufmerksam machen will, ist seit dem Jahr 2000 ein festes Datum in den Kalendern vieler Nichtregierungsorganisationen – auch im Felde der deutschen Minderheiten.
Vor dem Hintergrund, dass gut die Hälfte aller auf der Welt gesprochenen Sprachen vom Aussterben bedroht ist, hat die UNESCO diesen Gedenktag eingeführt und sich der Aufgabe verschrieben, den Sprachunterricht in Schulen weltweit zu fördern sowie Mehrsprachigkeit als völkerverbindendes Element für gegenseitiges Verständnis und Frieden zu sehen.
Der jährliche Gedenktag wurde in diesem Jahr auch in den deutschen Minderheiten durch Sprachprojekte, Initiativen und Aktionen begangen und sowohl in den Minderheitengemeinschaften als auch in den Mehrheitsgesellschaften bekannter gemacht. Neben der deutschen Sprache sind es vor allem die Regionalsprachen und Dialekte, die auf der deutschen Sprache fußen und basieren, die die deutschen Minderheiten in den verschiedenen Ländern Mittel- und Osteuropas sowie in Zentralasien als Muttersprache sprechen. Banater Schwaben, Bessarabiendeutsche, Egerländer, Gottscheer, Karpatendeutsche, Oberschlesier oder Siebenbürger Sachsen – sie alle identifizieren sich, füllen und fühlen ihre Identität auch oder besonders über ihre Sprache.

Auch die für die deutschen Minderheiten wichtigen Organisationen der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Minderheiten (AGDM) und der Stiftung Verbundenheit würdigten den Tag mit Beiträgen in ihren Medienkanälen. Die AGDM beschrieb, dass hinter jeder Herkunftsregion der deutschen Minderheiten gewachsene Sprachtraditionen, Dialekte, Familiengeschichten und ein starkes Bewusstsein für Identität. Die Stiftung Verbundenheit betonte, dass daran erinnert werden muss, dass die deutschen Minderheiten in allen Ländern, in denen sie zu Hause sind, neben den jeweiligen Landessprachen Deutsch und deutsche Dialekte als Muttersprache nutzen, lernen und weitergeben. Die sprachliche Vielfalt sei ein Zeichen für das multikulturelle Zusammenleben und stelle immer auch einen Gewinn dar - für die Menschen selbst und das gesamte Land, in dem sie leben.

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