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Datum
28.4.2026
Autor
Werner Sonne

Die Jeckes zum Unabhängigkeitstag Israels: Zusammenarbeit mit Stiftung Verbundenheit verspricht Erfolg

DIE JECKES ZUM UNABHÄNGIGKEITSTAG ISRAELS

ZUSAMMENARBEIT MIT STIFTUNG VERBUNDENHEIT VERSPRICHT ERFOLG

Scharfe Kritik an der gegenwärtigen Regierung in Jerusalem

Mit einem nachdrücklichen Bekenntnis zu einem zionistisch geprägten Staat auf der Basis der Werte von Liberalität, Toleranz  und Demokratie,  aber scharfer Kritik an der Politik der gegenwärtigen Regierung, die eine Spaltung der Gesellschaft betreibe,  hat sich die Irgun, die Organisation der Israelis mitteleuropäischer Herkunft (bekannt als die Jeckes) zum Unabhängigkeitstag Israels zu Wort gemeldet. Gleichzeitig betonte die Präsidentin Devorah Haberfeld den Wert der Zusammenarbeit mit der Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland. „Ich bin überzeugt, dass die Partnerschaft mit der Stiftung Verbundenheit Erfolg verspricht – und zwar deshalb, weil Stiftung und Irgun eine tiefe, gemeinsame Wertebasis teilen“, erklärte sie in einem Interview mit der Stiftung Verbundenheit.

Israel befinde sich heute „in einer tiefen Krise der gesellschaftlichen und nationalen Identität“, erklärte Haberfeld. Dabei gehe es um die grundsätzliche Frage „Wer bist du?“ Die Identitätspolitik werde von der Regierung „angeheizt und zugespitzt“. Dies zeige sich unter anderem in der tiefen Polarisierung und im Versuch, einen  Justizumbau durchzusetzen, der eine große öffentliche Protestbewegung ausgelöst habe. Bei der Mehrheit der Entscheidungen, unter anderem über die Verteilung der Haushaltsmittel für verschiedene Bevölkerungsgruppen, bevorzuge die Regierung eine Gruppe auf Kosten der anderen. „Die Polarisierung und Radikalisierung sind stärker als je zuvor – und das ist in erster Linie eine Folge der Politik einer Regierung, die die Spaltung zwischen den Gruppen bewusst schürt“.

Kritik übte die Irgun-Präsidentin auch an den andauernden Attacken gegen die Palästinenser auf der West Bank, die die  Irgun kürzlich in Israel in einer öffentlichen  Stellungnahme scharf verurteilt hat.  Die Irgun nehme konsequent Stellung zu wertebasierten und gesellschaftlichen Fragen. „Gerade deshalb – in einer Zeit, in der wir eine tiefe Identitätskrise der israelischen Gesellschaft erleben- ist es an uns, auf Versuche hinzuweisen, die israelische Demokratie zu beschädigen, das Prinzip der Gewaltenteilung auszuhöhlen und unschuldige palästinensische Zivilisten physischer Gewalt auszusetzen“ erklärte Devorah Haberfeld. „Das ist Teil des Erben, das unsere Vorväter uns hinterlassen haben – und wir, als Fortführer dieses Weges, können und müssen diesem Erbe neue Kraft verleihen“.

Zur Zusammenarbeit mit der Stiftung Verbundenheit, die inzwischen starke Unterstützung auch in der deutschen Politik erfährt, betonte die Irgun- Präsidentin, Ziel sei es, die kulturellen und gesellschaftlichen Beziehungen zu stärken und die Initiativen zur Bewahrung des Jeckes-Erbes in Israel und im deutschsprachigen Raum zu unterstützten. Die Werte der Stiftung seien dieselben wie der Irgun, der Glaube an Demokratie, Toleranz und Gleichheit ohne Unterschied von Rasse, Geschlecht und Religion. „Das ist unser gemeinsames Wertefundament – und es bildet eine solide und tragfähige Grundlage für eine Zusammenarbeit“. Darüber hinaus zeigten die nachfolgenden Generationen, die im Mittelpunkt der gemeinsamen Arbeit stünden, „echtes Interesse an diesem Thema und begrüßen es ausdrücklich“.

Zum Selbstverständnis der heutigen Jeckes gehörten auch Werte wie „Verantwortungsbewusstsein, Ehrenamtlichkeit, das Streben nach Wahrheit, Geradlinigkeit, Pünktlichkeit und mehr“. Die Irgun sei deshalb ein Zuhause für eine vielfältige, generationsübergreifende Gemeinschaft.  Daher, so Haberfeld, „ist die Bewahrung von Erbe und Identität ein wichtiger Bestandteil meiner Persönlichkeit – in dem Bewusstsein, dass gerade in Zeiten der Erschütterung Anker der Erinnerung und der Zugehörigkeit von besonderem Wert sind“. Die Jeckes-Organisation habe die Fähigkeit, sich von einer Einwandererorganisation zu einer Gemeinschaftsorganisation zu wandeln, „die ihre Kultur und ihr Erbe bewahrt und weitergibt, eine wichtige Kraft bei der Gestaltung der entstehenden israelischen Identität“.

Das Interview mit Devorah Haberfeld führte Werner Sonne, Israel-Beauftragter der Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland, und ist unter folgendem Link in voller Gänze zu lesen:

https://www.stiftung-verbundenheit.de/blog/interview-haberfeld

 

 

 

 

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