Mit den Klick auf "Alle akzeptieren", sind Sie damit einverstanden, dass wir Cookies (auch von Drittanbietern) auf Ihrem Gerät speichern, um das Nutzererlebnis für Sie zu verbessern und für Marketingzwecke Ihre Seitennutzung aufzeichnen. Weiter Informationen finden Sie hier:
Datenschutzerklärung | Impressum
Datum
25.2.2026
Autor

Stiftung Verbundenheit im Dialog mit der Botschaft der Republik Korea zur Unterstützung des Austausches deutscher und koreanischer Minderheiten in Zentralasien

Die Stiftung Verbundenheit steht seit längerem mit der Botschaft der Republik Korea in Berlin sowie mit weiteren koreanischen Stellen im Austausch, um Möglichkeiten einer verstärkten Zusammenarbeit bei der Unterstützung deutscher und koreanischer Minderheiten in Zentralasien auszuloten. In diesem Zusammenhang fanden in Berlin Gespräche zwischen dem Ratsvorsitzenden der Stiftung Verbundenheit, Hartmut Koschyk, und dem Botschafter der Republik Korea, Sang Beom Lim, statt. An den Gesprächen nahmen zudem die Botschaftsrätin Yong joo Suh, die Erste Botschaftssekretärin Serah Kim sowie der Hauptgeschäftsführer der Stiftung Verbundenheit, Dr. Marco Just Quiles, teil.

Im Mittelpunkt des Austauschs standen historische Parallelen und gemeinsame Herausforderungen deutscher und koreanischer Minderheiten in den Staaten Zentralasiens. Sowohl die deutschen Minderheiten als auch die koreanischen Gemeinschaften waren während der stalinistischen Herrschaft in der Sowjetunion von Deportation und Repression betroffen. Während Deutsche nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion kollektiv deportiert wurden, wurden Koreaner bereits 1937 unter dem pauschalen und unbegründeten Verdacht der Kollaboration mit Japan aus dem Fernen Osten der Sowjetunion nach Zentralasien zwangsumgesiedelt. Diese historischen Erfahrungen prägen bis heute die Identität und Situation beider Minderheiten.

Vor diesem Hintergrund wurde auch auf die bevorstehenden Gedenkjahre verwiesen: Die koreanischen Gemeinschaften werden in den kommenden Jahren des 90. Jahrestages ihrer Deportation von 1937 gedenken. Diese Erinnerungsarbeit bietet Ansatzpunkte für gemeinsame Initiativen mit deutschen Minderheitenorganisationen, insbesondere im Bereich historischer Aufarbeitung, kultureller Identitätspflege und Bildungsarbeit.

Ein weiterer Gesprächsschwerpunkt war die Rolle der südkoreanischen Overseas Koreans Agency (OKA), die weltweit Programme für Auslandskoreaner koordiniert. Ratsvorsitzender Hartmut Koschyk hatte im vergangenen Jahr bei seinem Koreabesuch Gespräche mit der OKA geführt (LINK DES ARTIKELS). Aufbauend auf diesen Kontakten und den Gesprächen mit Botschafter Sang Beom Lim prüft die Stiftung Verbundenheit derzeit gemeinsam mit koreanischen Partnern sowie mit deutschen Mittlerorganisationen – darunter die Hanns-Seidel-Stiftung in Korea – Möglichkeiten für gemeinsame Projekte in Zentralasien.

Die Stiftung Verbundenheit sieht in der Zusammenarbeit mit der Republik Korea ein zukunftsweisendes Feld internationaler Minderheitenpolitik. Die historischen Erfahrungen deutscher und koreanischer Minderheiten in Zentralasien sowie ihre heutigen gesellschaftlichen Potenziale eröffnen Perspektiven für gemeinsame Initiativen im Sinne von Erinnerung, Identität und nachhaltiger Förderung.

Unterstützen Sie die Stiftung Verbundenheit

Mit Ihrer Spende unterstützen Sie ausgewählte humanitäre und kulturelle Stiftungsprojekte weltweit. Werden Sie Teil unseres Spenderkreises und erhalten Sie exklusive Einblicke und Angebote.
Unterstützer werden